Warum die Erde Tag und Nacht hat — Geowissenschaften, 7–10 Jahre
Die Erde dreht sich ständig. Deshalb erreicht das Sonnenlicht verschiedene Orte zu verschiedenen Zeiten.
Die sich drehende Erde
Die Sonne beleuchtet nur die Hälfte der Erde, die ihr zugewandt ist. Während sich die Erde dreht, kommt dein Ort ins Licht und danach wieder heraus, wie ein Punkt auf einem langsam drehenden Ball. Tag und Nacht entstehen durch diese Drehung, nicht weil die Sonne jeden Tag um die Erde wandert.
Das Problem der verschiedenen Uhrzeiten
Menschen bemerkten, dass das Tageslicht nicht überall gleichzeitig ankam. Würde die Sonne um eine flache, ruhende Erde wandern, wäre dieses Muster schwer zu erklären. Die Erdrotation liefert eine einfache Erklärung: Orte zur Sonne haben Tag, abgewandte Orte Nacht, und der Morgen wandert über den Planeten.
Ein Globus und eine Lampe
Klebe einen Aufkleber auf London und richte eine Lampe auf einen Globus. Drehe den Aufkleber zuerst zur Lampe: Dort ist Tag. Drehe den Globus eine halbe Umdrehung, etwa 180 Grad: Der Aufkleber zeigt weg vom Licht und dort ist Nacht. Jede volle Drehung bringt einen weiteren Tag und eine weitere Nacht.
Die Sonne scheint sich zu bewegen
Es ist verständlich zu denken, dass sich die Sonne über den Himmel bewegt, denn genau das sehen wir vom Boden aus. Ihr täglicher Weg entsteht aber hauptsächlich durch unseren sich drehenden Blickwinkel. Wie auf einem Karussell kann man sich still fühlen, während die Landschaft vorbeizieht.
Die Zeit rund um die Erde
Tag und Nacht helfen uns, Schlaf, Arbeit und Reisen zu planen. Weil verschiedene Orte zu unterschiedlichen Zeiten der Sonne zugewandt sind, zeigen Uhren auf der Erde verschiedene Ortszeiten. Ein Videoanruf kann für eine Person morgens und für eine andere abends sein, obwohl beide Uhren richtig gehen.
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