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Standbild und Freeze-Frame — Theater, 11–13 Jahre

Einen Moment mit stillen Körpern sichtbar machen Theater, 11–13 Jahre.

Was es ist

Ein Standbild ist ein unbewegtes Bild, das Spielende mit Körpern, Gesichtern und Positionen gestalten. Ein Freeze-Frame ist ein Moment einer Szene, der plötzlich stillsteht, als hätte jemand Pause gedrückt. Formen, Höhen und Abstände sollen zeigen, was geschieht, bevor jemand spricht.

Wozu dient es?

Eine bewegte Szene kann wichtige Einzelheiten zu schnell vorbeiziehen lassen. Ein Standbild gibt dem Publikum Zeit, Beziehungen, Gefühle und Entscheidungen zu lesen, und die Spielenden können prüfen, ob das Bild klar ist. Im Theater nutzt man Standbilder, weil ein gut angeordnetes Bild eine ganze Situation ohne viele Erklärungen vermitteln kann.

Schritt für Schritt

Um zu zeigen, dass „ein Geheimnis entdeckt wurde“, kniet eine Person neben einer offenen Schachtel und schaut hinein. Eine zweite hält sich die Hand vor den Mund und sieht die erste an; eine dritte steht dahinter und greift nach der Schachtel. Die Gruppe erstarrt mit klaren Abständen. Das Publikum erkennt Überraschung, Angst und mögliche Schuld ohne Dialog.

Der häufige Irrtum

Ein häufiger Fehler ist, ein Freeze-Frame nur als Stillstehen zu behandeln. Das ist verständlich, weil die Körper tatsächlich anhalten müssen, aber das Anhalten ist nur der Anfang. Jede Person braucht weiterhin einen genauen Blick, eine Form und eine Beziehung zu den anderen; sonst zeigt das Bild nur „pausierende Menschen“ statt eines bestimmten Moments.

Wo es vorkommt

Standbilder gibt es im Theater, in Museen, bei historischen Darstellungen und öffentlichen Kundgebungen. Ein Museum kann Menschen so aufstellen, dass ein voller Bahnsteig entsteht, während eine Kundgebung mit stillen Körpern eine Idee eindrucksvoll macht. Auch ein Gruppenfoto ordnet Körper so an, dass der Blick der Betrachtenden gelenkt wird.

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