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Requisiten und Kostüm erzählen die Geschichte — Theater, 11–13 Jahre

Wie Gegenstände und Kleidung Informationen geben, Entscheidungen schaffen und den Blick des Publikums lenken.

Idee

Eine Requisite ist ein Gegenstand, der im Spiel verwendet wird; ein Kostüm ist die Kleidung der Figur. Beides ist nicht bloß Dekoration: Ein schlammiger Stiefel kann eine Reise andeuten, ein sorgfältig gefalteter Brief ein Geheimnis. Die Bedeutung entsteht durch den Umgang der Figur damit.

Warum es wichtig ist

Das Publikum kann die ganze Geschichte oder Umgebung einer Figur nicht allein aus dem Text erfahren. Ein sinnvoller Gegenstand oder ein Kleidungsstück liefert diese Information schnell und kann ein Problem schaffen, das die Figur lösen muss. Theater nutzt solche sichtbaren Zeichen seit Jahrhunderten, weil ein Detail lange Erklärungen ersetzen kann.

Durchgespieltes Beispiel

Eine Szene soll zeigen, dass Maya ihr Zuhause in Eile verlassen hat. Gib ihr zuerst einen Mantel, einen Rucksack und einen Schuh mit offenem Schnürsenkel. Dann prüft sie den Rucksack, entdeckt den fehlenden Schlüssel und durchsucht die Manteltaschen. Schließlich findet sie den Schlüssel im Schuh: Die Gegenstände schaffen Problem und Lösung.

Häufige Falle

Ein häufiger Fehler ist, viele Gegenstände oder Kostümdetails hinzuzufügen, weil eine realistische Welt voll wirken soll. Das ist nachvollziehbar: Echte Räume sind voller Dinge. Auf der Bühne konkurrieren zu viele Möglichkeiten um Aufmerksamkeit. Behalte ein Detail, wenn es informiert, eine Handlung auslöst oder sich verändert.

Wo es vorkommt

Film und Theater nutzen Kleidung und Gegenstände, um eine Zeit, einen Ort oder eine Veränderung im Leben einer Person zu zeigen. Museen und historische Aufführungen machen damit die Vergangenheit sichtbar. In Medien können Uniform, Abzeichen oder Tasche schnell eine Rolle kennzeichnen, beweisen aber nicht alles über einen Menschen.

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