Eine Szene proben — Theater, 4–6 Jahre
Proben bedeutet, eine Szene mehrmals zu versuchen, damit sie klarer und besser wird. Theater, 4–6 Jahre.
Versuchen, merken, ändern
Proben heißt, eine Szene vor der Aufführung noch einmal zu spielen. Bei jedem Versuch fällt etwas auf: Vielleicht ist eine Bewegung zu schnell oder ein Wort nicht zu hören. Was funktioniert, bleibt, und eine Kleinigkeit wird nach der anderen verändert.
Warum proben?
Ohne Probe vergessen Spielende vielleicht, was als Nächstes kommt, oder bemerken die Zeichen der anderen nicht. Proben hilft, weil die Gruppe üben, Fehler entdecken und die Szene verständlich machen kann. Schauspieler proben schon sehr lange, weil eine gemeinsame Aufführung Vorbereitung braucht.
Eine dreiteilige Szene verbessern
Erster Versuch: Noor geht zu einer gedachten Tür, klopft und sagt „Hallo“, aber zu leise. Zweiter Versuch: Sie klopft zweimal und spricht deutlich. Die Gruppe merkt, dass die Tür klarer wird, wenn Noor ihr zugewandt ist. Beim dritten Versuch behalten sie beide Änderungen bei, und die Handlung ist ohne Erklärung verständlich.
Die Proben-Falle
Es ist verständlich zu denken, Proben bedeute, alles genau gleich zu wiederholen, weil das sicherer wirkt. Eine unklare Entscheidung wird dadurch aber nicht besser. Beim Proben schaut man genau hin, überlegt, was das Publikum sieht, und verändert etwas Sinnvolles.
Üben außerhalb des Theaters
Proben hilft beim Schnürsenkelbinden, beim Spielen eines Liedes, beim Vorlesen oder beim Erklären einer Idee. Der erste Versuch zeigt, worauf man achten muss; spätere Versuche können leichter werden. Man muss nicht sofort perfekt sein, sondern bei jedem Versuch einen Teil verbessern.
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