Zuhören und abwechseln — Theater, 4–6 Jahre
Beobachten, was eine andere Person tut, und im richtigen Moment antworten, damit die Szene gemeinsam gelingt.
Was Abwechseln bedeutet
In einer gemeinsamen Theaterszene spielt, spricht oder macht eine Person ein Geräusch, und eine andere beobachtet erst und antwortet dann. Sich abzuwechseln bedeutet nicht, gedankenlos zu warten, sondern zuzusehen, zuzuhören und passend etwas hinzuzufügen. So wirkt die Szene wie eine gemeinsame Geschichte.
Warum zuerst zuhören?
Eine Szene kann verwirrend werden, wenn alle gleichzeitig sprechen oder sich bewegen. Theater entstand daraus, dass Menschen Geschichten gemeinsam erzählten und spielten; deshalb musste jede Person die anderen beachten und ihnen Raum lassen. Zuerst zuzuhören hilft zu wissen, wann eine Antwort, ein Auftritt oder eine Handlung passt.
Beispiel: die Zaubertür
Zuerst klopft Ana dreimal und schaut Bruno an. Bruno hört zu und fragt: „Wer ist da?“ Ana wartet, bis er fertig ist, und antwortet: „Eine Reisende.“ Bruno öffnet die gedachte Tür und tritt zur Seite. So gibt die Handlung jeder Person der nächsten einen klaren Moment zum Antworten.
Die Abwechslungsfalle
Ein häufiger Fehler ist, die eigene Zeile so gründlich zu planen, dass man die andere Person nicht hört. Das ist verständlich: Wörter zu merken braucht viel Aufmerksamkeit. Eine Zeile muss sich aber vielleicht ändern, wenn sich die Szene ändert. Zuhören gehört deshalb zum Spielen und ist keine Unterbrechung.
Wo Zuhören hilft
Sich abzuwechseln hilft bei einem Puppenspiel, einem Fantas restaurant oder einer Szene, in der sich zwei Tiere begegnen. So kann eine Gruppe auch eine Geschichte Schritt für Schritt aufbauen. Außerhalb des Theaters hilft diese Gewohnheit in Gesprächen, Spielen und gemeinsamen Aufgaben.
Weiter erkunden
Andere Sprachen
MyLeoNes™ wird geladen…