Eine Szene improvisieren — Theater, 4–6 Jahre
Improvisieren heißt, den nächsten Teil während der Szene zu erfinden. Theater, 4–6 Jahre.
Jetzt etwas erfinden
In einer improvisierten Szene kennt niemand vorher jedes Wort und jede Handlung. Die Spielenden achten darauf, was jemand anbietet, und fügen eine passende Idee hinzu. Die Szene wächst mit kleinen Entscheidungen, wie ein Weg beim Gehen.
Warum improvisieren?
Eine Szene muss sich manchmal ändern, wenn jemand eine Idee vergisst, sich anders bewegt oder etwas Überraschendes hinzufügt. Improvisation hilft, weil die Spielenden weitermachen können, ohne anzuhalten. Sie entstand auch aus einem einfachen Bedürfnis: Menschen erzählen Geschichten, ohne jedes Wort aufzuschreiben.
Ein verlorener Teddybär
Schritt 1: Sara sagt, dass sie einen verlorenen Teddybären sucht. Schritt 2: Tom zeigt auf einen gedachten Busch und sagt, er habe kleine Spuren gesehen. Schritt 3: Sara nimmt die Idee auf und krabbelt zum Busch. Schritt 4: Tom wird zu einem Vogel, der den Bären gefunden hat, und die Geschichte geht ohne fertigen Text weiter.
Die Impro-Falle
Es ist verständlich zu sagen: „Nein, das war nicht meine Idee“, weil etwas Neues überraschen oder den eigenen Plan ändern kann. Wer aber jedes Angebot ablehnt, bringt die Szene zum Stillstand. Man muss nicht alles genau übernehmen: Die Hauptidee kann bleiben und sicher ergänzt werden.
Improvisieren im Alltag
Improvisation hilft, wenn ein Spiel seine Regeln ändert, ein Plan unterbrochen wird oder ein Freund eine neue Idee hat. Man hält kurz inne, bemerkt die Änderung und wählt den nächsten Schritt. Das heißt nicht, alles zu tun, sondern sich sicher und verständlich anzupassen.
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