Materialien auswählen — Design, 7–10 Jahre
Ein Entwurf funktioniert besser, wenn das Material zur Aufgabe passt. Du lernst zu beobachten, was ein Material kann und was nicht.
Was Materialien können
Jedes Material hat nützliche Eigenschaften. Pappe ist leicht und einfach zu schneiden, Gummi lässt sich biegen und haftet, Holz kann steif und stabil sein. Beim Entwerfen fragt man, was der Gegenstand können muss, nicht nur, welches Material am schönsten aussieht.
Warum die Auswahl wichtig ist
Das Problem ist, dass ein Material selten jede Aufgabe gut erfüllt. Ein Pappbecher kann ein Getränk halten, wird aber bei Nässe schwach; ein Metallbecher hält länger, kann jedoch heiß werden. Deshalb vergleichen Entwerfende Materialien, damit Gegenstände sicherer, stabiler, leichter oder billiger werden.
Das Material für eine Brücke auswählen
Du brauchst eine kleine Brücke für Spielzeugautos und darfst ein Blatt Papier oder fünf Holzstäbchen verwenden. Zuerst notierst du die Anforderungen: Sie muss 30 Zentimeter überbrücken und 200 Gramm tragen. Dann vergleichst du: Flaches Papier biegt sich, gefaltetes wird steifer; Stäbchen sind stabil, müssen aber verbunden werden. Du wählst gefaltetes Papier, wenn das Verbinden schwierig ist.
Das schönste Material
Ein häufiger Fehler ist, das schönste Material auszuwählen, bevor man seine Aufgabe prüft. Das ist verständlich, weil Farbe und Glanz sofort auffallen, während Stabilität oder Wasserfestigkeit verborgen sein können. Achte auch auf das Aussehen, aber prüfe zuerst die wichtige Eigenschaft.
Materialien in echten Entwürfen
Kleidung, Fahrräder und Brotdosen verwenden Materialien, die für verschiedene Aufgaben ausgewählt wurden. Eine Regenjacke braucht eine Schicht, die Wasser abhält, während ein Fahrradrahmen stabil sein muss, ohne zu schwer zu sein. Einen Gegenstand anzusehen und zu fragen „Warum dieses Material?“ ist eine gute Entwurfshaltung.
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