Parallelität: gleichzeitig arbeiten — Informatik, 11–13
Parallelität teilt Arbeit auf, damit mehrere Teile gleichzeitig bearbeitet werden, wenn sie nicht voneinander abhängen.
Die Grundidee
Parallelität bedeutet, getrennte Teile einer Arbeit gleichzeitig zu erledigen, statt eine lange Reihe abzuwarten. Ein Computer kann mehrere Prozessorkerne nutzen, oder mehrere Computer teilen sich eine große Aufgabe. Das Ergebnis kann schneller kommen, aber nur, wenn die Teile sicher zusammenarbeiten.
Das Problem, das es löst
Manche Computeraufgaben bestehen aus Millionen unabhängiger Teilen, etwa Pixel einzufärben oder mögliche Züge zu prüfen. Nacheinander dauert das lange, während andere Prozessoren untätig sind. Parallelität nutzt sie gemeinsam, doch ihre Koordination kostet Zeit und kann Konflikte verursachen.
Ein durchgearbeitetes Beispiel
Stell dir vor, 1.000 Bildpixel mit vier Arbeitern einzufärben. Schritt 1: Teile das Bild in vier Blöcke mit je 250 Pixeln. Schritt 2: Jeder Arbeiter färbt gleichzeitig einen Block. Schritt 3: Füge die Blöcke zusammen. Dauert jeder Block 10 Sekunden, braucht die Arbeit etwa 10 Sekunden plus Aufteilen und Zusammenfügen statt ungefähr 40 Sekunden nacheinander.
Ein naheliegender Fehler
Es ist verständlich zu denken, dass vier Arbeiter eine Aufgabe immer viermal schneller machen. Sie helfen nicht, wenn spätere Schritte frühere Ergebnisse brauchen oder Aufteilen und Koordination lange dauern. Parallelität beschleunigt passende Teile, aber nicht automatisch jedes Programm.
Wo du es antriffst
Parallelität wird genutzt, wenn Handys Videos bearbeiten, Konsolen Spielwelten zeichnen und große Computer Bilder oder Messwerte auswerten. Ein Webdienst kann auch vielen Menschen gleichzeitig antworten, statt jeden auf den vorherigen warten zu lassen. Gutes Design trennt unabhängige Arbeit und schützt gemeinsame Daten vor Konflikten.
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