Römische Zahlen: das System lesen und bilden — Alte Sprachen, 14–17
Römische Zahlen sind nicht nur Schmuck auf Uhren. Sie bilden ein kompaktes Zählsystem, dessen Zeichen und Regeln noch in Inschriften, Buchkapiteln und öffentlichen Gebäuden vorkommen.
Eine Zahl aus Zeichen
Römische Zahlen schreiben Mengen mit wenigen Buchstaben: I, V, X, L, C, D und M. Meist addierst du die Zeichen von links nach rechts, aber ein kleineres Zeichen vor einem grösseren bedeutet Subtraktion, etwa IV für vier.
Warum dieses System verwenden?
Die Römer brauchten eine praktische Möglichkeit für Mengen, Preise, Daten und Militäreinheiten, bevor sich das Stellenwertsystem in Europa verbreitete. Für Beschriftungen und Denkmäler ist es geeignet, für lange Rechnungen aber umständlich, weil der Stellenwert fehlt.
MCMXLIV lesen
Lies MCMXLIV in Gruppen und prüfe jedes Paar, in dem das kleinere Zeichen vor dem grösseren steht. M bedeutet 1000, CM 900, XL 40 und IV 4; also 1000 + 900 + 40 + 4 = 1944. Die Gruppen verhindern, dass du jeden Buchstaben einfach addierst.
Die verlockende Summe von links nach rechts
Ein verständlicher erster Versuch ist, alle Zeichen zu addieren: Aus MCMXLIV würde 1000 + 100 + 1000 + 10 + 50 + 1 + 5. Das ergibt 2166, doch CM, XL und IV sind Sonderpaare; steht ein kleinerer Wert davor, ziehst du ihn ab.
Wo du sie noch findest
Du findest römische Zahlen noch auf Zifferblättern, bei Monarchen und Päpsten, in Filmfortsetzungen, Buchkapiteln und grossen Ereignissen. Sie sind nützlich, wenn eine Zahl als Bezeichnung dient, nicht für schnelles Rechnen.
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