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Das Futurperfekt im Lateinischen: bis dahin abgeschlossen — 14–17

Latein kann zeigen, dass eine zukünftige Handlung vor einem anderen zukünftigen Zeitpunkt bereits abgeschlossen sein wird. Das Futurperfekt ist ein kleines, aber starkes Mittel, um Ereignisse in Vorhersagen, Plänen und Bedingungen zu ordnen.

Idee: Auch die Zukunft hat eine frühere Stufe

Das Futurperfekt beschreibt etwas, das vor einem genannten zukünftigen Zeitpunkt abgeschlossen sein wird. In „wenn du fertig geworden sein wirst“ kommt das Fertigwerden zuerst, die andere Handlung danach. Latein markiert diese Reihenfolge im Verb.

Warum: Pläne brauchen eine Reihenfolge

Ein Zukunftssatz kann zwei Ereignisse enthalten, und „später“ zeigt nicht immer, welches zuerst abgeschlossen sein muss. Römische Autoren verwendeten das Futurperfekt für Fristen, Versprechen und Bedingungen. So wurde die zukünftige Reihenfolge klar sichtbar.

Beispiel: dixeris lesen

Nimm cum hoc dixeris, discedam: „Wenn du das gesagt haben wirst, werde ich gehen.“ Dixeris kommt von dico, „sagen“. Es ist Futurperfekt, zweite Person Singular: „du wirst gesagt haben“. Diese Handlung endet vor discedam, „ich werde gehen“.

Stolperfalle: Es als einfaches Futur behandeln

Die Endung kann vertraut wirken, und im Deutschen wird manchmal einfach „wird“ gesagt; dadurch übersieht man leicht den früheren Abschluss. Übersetze die Form nicht allein. Suche das andere Zukunftsverb und frage, welche Handlung dann schon beendet sein wird.

Verwendung: Fristen und Bedingungen

Dieselbe Logik findest du in Anweisungen: „Sobald die Zahlung eingegangen sein wird, wird die Bestellung verschickt“ oder „Nachdem der Test beendet sein wird, öffnen sich die Türen.“ Latein nutzt die Form, wenn ein Plan eine abgeschlossene Zukunftshandlung voraussetzt.

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