MyLeoNes™

Befehle auf Latein — Alte Sprachen, 7–10 Jahre

Sieh, wie ein lateinisches Verb zu einer klaren Aufforderung werden kann, etwa audi, „hör zu“.

Ein Verb, das sagt, was man tun soll

Ein lateinischer Befehl verwendet oft eine kurze Verbform für eine Person. Audi bedeutet „Hör zu!“, lege „Lies!“ und veni „Komm!“. Die angesprochene Person ist mitgemeint, daher braucht Latein nicht bei jedem Befehl ein eigenes Wort für „du“.

Warum eine besondere Form?

Ein Befehl hat einen anderen Zweck als eine Aussage. „Du hörst zu“ berichtet, was geschieht, aber „Hör zu!“ verlangt eine Handlung jetzt. Lateinsprechende brauchten eine schnelle Art, Anweisungen ohne langen Satz zu geben; deshalb konnte das Verb selbst die Aufforderung tragen.

Bilde „Komm!“

Beginne mit dem lateinischen Verb venire, „kommen“. Entferne die Endung -re aus der Wörterbuchform: Es bleibt veni-. Verwende die Befehlsform veni. Als Aufforderung gelesen bedeutet es „Komm!“. Für mehrere Personen steht venite, also „Kommt!“.

Ein Befehl ist keine Tatsache

Man könnte veni mit „du kommst“ übersetzen, weil die Buchstaben einer bekannten Verbform ähneln. Das ist verständlich: Dasselbe Tätigkeitswort kann etwas beschreiben oder verlangen. Achte auf Situation und Satzzeichen: „Veni!“ ist ein Befehl, während venit sagen kann, was jemand tut.

Anweisungen in alten Texten

Befehle kommen in lateinischen Geschichten, Theaterstücken, Inschriften und Schulaufgaben vor. Eine Figur kann tace rufen, „Sei still!“, oder ein Schild kann cave sagen, „Vorsicht!“. Wer die Befehlsform erkennt, weiss, wer eine Handlung verlangt und nicht nur beschreibt.

Weiter erkunden

Andere Sprachen

MyLeoNes™ wird geladen…