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Eine Abstimmung kann geheim sein — Politische Bildung, 4–6

Gemeinsam zu wählen bedeutet nicht, allen deine Wahl zu zeigen. Eine geheime Abstimmung schützt dich vor Druck und lässt jede Person ehrlich entscheiden.

Deine Stimme kann geheim bleiben

Eine Stimme zeigt eine Auswahl aus mehreren Möglichkeiten. Bei einer geheimen Abstimmung machst du dein Zeichen so, dass andere es nicht sehen, und legst es in eine Box oder gibst es ab. Später kannst du davon erzählen, aber niemand darf dich dazu zwingen.

Warum eine Stimme geheim halten?

Wenn alle deine Wahl beobachten, entscheidest du vielleicht nach dem Wunsch einer lauteren oder älteren Person statt nach deiner eigenen Meinung. Geheimhaltung verringert diesen Druck. So erfährt die Gruppe, was Menschen wirklich wählen, auch wenn die Wahlen verschieden sind.

Eine geheime Klassenabstimmung

Die Klasse muss eine von drei Geschichten auswählen: A, B oder C. Jedes der 10 Kinder schreibt einen Buchstaben auf einen kleinen Zettel, faltet ihn und legt ihn in eine Box. Die Lehrkraft öffnet die Zettel: A kommt 5-mal, B 3-mal und C 2-mal vor. A gewinnt, aber niemandes Wahl wird verraten.

Die Falle: eine Freundin nachahmen

Vielleicht machst du es einer Freundin nach, weil du sie magst, ihre Antwort sicher klingt oder du nicht allein dastehen möchtest. Das ist menschlich und nicht dumm. Höre zuerst die Möglichkeiten an und nutze dann den geheimen Moment, um selbst zu wählen.

Geheime Entscheidungen außerhalb der Schule

Geheime Abstimmungen helfen, wenn eine Entscheidung nicht von Drohungen, Spott oder dem Blick einer mächtigen Person abhängen soll. In einem Verein können Mitglieder eine neue Aktivität wählen, indem sie Zettel ankreuzen und einwerfen. In größeren Gemeinschaften verringern geheime Stimmzettel den Druck.

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