Private und öffentliche Entscheidungen — Politische Bildung, 7–10
Manche Entscheidungen betreffen nur dich; andere betreffen viele Menschen und brauchen ein faires Verfahren.
Die Idee
Eine private Entscheidung betrifft vor allem dein eigenes Leben, etwa welches Buch du liest. Eine öffentliche Entscheidung betrifft eine Gruppe, etwa den Platz für eine neue Bank in der Schule; dafür braucht es ein faires Verfahren.
Warum das wichtig ist
Ohne diesen Unterschied könnte eine Person eine Entscheidung für alle so treffen, als ginge sie nur sie selbst etwas an. In der Demokratie fragt man: Wer ist betroffen, wer soll gehört werden und welches Verfahren ist fair?
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Die Klasse hat eine Stunde zum Spielen. Deine eigene Rolle zu wählen, ist privat; das Spiel für alle zu wählen, ist öffentlich: Ihr sammelt Vorschläge, stimmt ab und prüft, ob alle mitmachen können.
Der häufige Denkfehler
Man könnte denken, eine Entscheidung sei nur dann öffentlich, wenn eine Regierung sie trifft. Das ist verständlich, weil Regierungsentscheidungen sichtbar sind; auch eine Familie, Klasse, ein Verein oder Viertel entscheidet aber öffentlich, wenn alle betroffen sind.
Wo du das brauchst
Du brauchst diese Idee bei der Planung eines Klassenausflugs, beim Teilen eines Raums oder bei Regeln für einen Spielplatz. Frag dich: „Wen betrifft das?“ Wenn viele betroffen sind, braucht es Gründe, Austausch und ein faires Verfahren.
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