Wie Blütenpflanzen sich vermehren — Biologie, 11–13 Jahre
Wie Pollen zu einer Samenanlage gelangt und wie aus einer Blüte eine Frucht mit Samen entstehen kann.
Die Idee
Eine Blüte ist das Fortpflanzungsorgan einer Pflanze. Pollen bringt männliche Geschlechtszellen vom Staubbeutel zur Narbe, während die Samenanlage eine weibliche Geschlechtszelle enthält. Verschmelzen sie, kann ein Samen entstehen; der Fruchtknoten kann zur Frucht werden.
Warum Blüten und Pollen?
Pflanzen können nicht aufeinander zugehen, aber ihre Geschlechtszellen müssen zusammenkommen. Blüten lösen dieses Problem, indem sie Pollen anbieten und Überträger wie Bienen, Schmetterlinge oder den Wind nutzen. Bei der Fortpflanzung wird Erbmaterial zweier Elternpflanzen gemischt, sodass ihre Nachkommen verschieden sein können.
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Eine Biene besucht eine Apfelblüte und nimmt Pollen vom Staubbeutel auf. Danach landet sie auf einer zweiten Blüte, wo Pollen an der Narbe hängen bleibt. Ein Pollenschlauch wächst zu einer Samenanlage, die Befruchtung geschieht, und später wird der Fruchtknoten zu einem Apfel mit Samen.
Ein häufiger Denkfehler
Man könnte leicht denken, dass jede Blüte zu einer Frucht wird, weil Blüten und Früchte an derselben Pflanze vorkommen. Doch die Bestäubung kann scheitern oder die Samenanlage wird nicht befruchtet. Eine Frucht entsteht nur, wenn alle nötigen Schritte gelingen; manche Blüten werden außerdem vom Wind bestäubt.
Wo sie genutzt wird
Obstbauern stellen Bienenstöcke neben Obstplantagen auf, weil Bienen die Bestäubung und den Fruchtertrag verbessern können. Gärtner bestäuben manche Blüten auch von Hand, wenn wenige Insekten unterwegs sind. Wer Samen und ihre Verbreitung versteht, kann Nutzpflanzen anbauen und heimische Pflanzen wieder ansiedeln, ohne alle Pflanzen gleich zu behandeln.
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