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Digitale Ebenen — Kunst, 14–17

Ebenen trennen Teile eines digitalen Bildes, damit du eine ändern kannst, ohne die anderen zu beschädigen.

Idee

Eine digitale Ebene ist wie ein durchsichtiges Blatt über oder unter anderen Blättern. Du kannst Himmel, Figur, Schatten oder Schrift auf getrennten Ebenen anlegen und eine ändern, während die anderen erhalten bleiben. Das fertige Bild entsteht aus allen sichtbaren Ebenen, nicht nur aus der obersten.

Warum

Bevor es Ebenen gab, konnte eine Änderung an einem Bildteil bedeuten, dass du alles darum herum neu malen musstest. Ebenen lösen das Problem riskanter, verflochtener Änderungen: Du kannst eine Farbe testen, eine Figur verschieben oder einen Schatten löschen und das Frühere behalten. Auch Zusammenarbeit wird leichter, weil verschiedene Menschen verschiedene Teile bearbeiten können.

Durchgearbeitetes Beispiel

Erstelle ein digitales Plakat mit einem roten Fahrrad. Lege den hellen Hintergrund auf Ebene 1, das Fahrrad auf Ebene 2 und seinen Schatten auf Ebene 3. Blende Ebene 3 aus, um das Fahrrad allein zu prüfen. Wenn der Schatten zu dunkel ist, senke seine Deckkraft von 100 % auf 35 %: Das Fahrrad bleibt gleich, der Schatten wird heller.

Häufige Falle

Ein verständlicher Fehler ist, alles auf eine Ebene zu malen, weil die Leinwand zunächst gleich aussieht. Das wirkt besonders bei schnellem Arbeiten einfacher. Später verschiebt sich aber mit der Figur auch ihr Schatten, oder eine Korrektur am Hintergrund beschädigt das Motiv. Beim Bearbeiten zählt die unsichtbare Struktur.

Anwendung

Ebenen findest du in Illustration, Animation, Fotobearbeitung, Comics, Karten und Benutzeroberflächen. Eine Animatorin kann eine Figur bewegen, ohne den Hintergrund zu verschieben, während eine Kartografin Straßen über Land und Wasser legt. Die Methode ist überall nützlich, wo Teile getrennt steuerbar sein müssen, nicht nur bei einem Ebenenfenster.

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