Werte und Alltagsentscheidungen — Wohlbefinden, 14–17 Jahre
Werte sind Eigenschaften, die du durch deine Entscheidungen zeigen möchtest. Sie können helfen, wenn keine Möglichkeit perfekt ist.
Wähle, wofür du stehen willst
Ein Wert ist kein Ziel, das du abhaken kannst, etwa „eine Eins bekommen“. Er ist eine Richtung, zum Beispiel Ehrlichkeit, Kreativität, Treue oder Gerechtigkeit, die viele kleine Entscheidungen prägt. Menschen dürfen unterschiedliche Werte haben.
Warum Werte bei schwierigen Entscheidungen helfen
Ratschläge widersprechen sich oft: Dazuzugehören kann mit Ehrlichkeit kollidieren, und jemandem zu helfen kann Zeit für deine eigene Arbeit kosten. Ohne Richtung entscheidet vielleicht die lauteste Person oder das stärkste Gefühl für dich. Werte machen den Zielkonflikt sichtbar.
Eine Entscheidung im Gruppenchat
Eine Gruppe teilt ein peinliches Foto eines Mitschülers und bittet dich um ein Lach-Emoji. Dir sind Freundestreue, aber auch Respekt und Fairness wichtig. Du kannst nicht mitmachen, der Person privat schreiben und die Gruppe bitten, das Foto zu löschen. Damit gibst du diesen Werten hier Vorrang.
Werte sind keine Regeln für alle
Ein verständlicher Fehler ist, einen persönlichen Wert als allgemeine Pflicht zu behandeln: „Wenn mir Ehrgeiz wichtig ist, sollten alle härter arbeiten.“ Das wirkt fair, weil dieser Wert dir wichtig ist; zum Wohlbefinden gehört aber auch, die Prioritäten und Grenzen anderer zu achten.
Nützlich, wenn niemand für dich entscheiden kann
Werte können Entscheidungen über Freundschaften, Lernzeit, Geld, Arbeit und dein Auftreten im Netz leiten. Sie liefern keine perfekte Antwort; sie helfen dir, eine Entscheidung zu erklären und zu merken, wenn dein Handeln von dem abweicht, was dir wichtig ist.
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