Was die Cloud wirklich ist — Technik, 11–13 Jahre
Die Cloud ist kein geheimnisvoller Ort am Himmel. Gemeint sind Computer in entfernten Rechenzentren, die man über ein Netzwerk zum Speichern oder Verarbeiten nutzt.
Die Idee
Wenn eine App etwas in der Cloud speichert, liegen die Daten auf anderen Computern und nicht nur auf deinem Gerät. Über ein Netzwerk kannst du oft von mehreren Geräten darauf zugreifen. Der Dienst kann Daten auch auf mehrere Rechner kopieren, damit er bei einem Ausfall weiterarbeitet.
Warum man das brauchte
Alles auf einem einzigen Gerät zu speichern hat Nachteile: Der Speicher kann voll werden, das Gerät kann kaputtgehen oder zu Hause liegen bleiben. Ein entfernter Speicher erleichtert das Teilen und Bearbeiten derselben Datei auf verschiedenen Geräten. Dafür ist man vom Anbieter und vom Netzwerk abhängig.
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Du machst 12 Fotos mit jeweils 4 Megabyte. Zuerst rechnet man 12 × 4 = 48 Megabyte; vor einer möglichen Komprimierung müssen also mindestens so viele Daten hochgeladen werden. Danach kann dein Tablet die Fotos über den Dienst öffnen, während die Originale auf entfernten Rechnern gespeichert bleiben.
Der häufige Irrtum
Manchmal denkt man, Cloud-Dateien seien automatisch überall vorhanden und bräuchten keinen Schutz. Tatsächlich liegen sie auf bestimmten Computern eines Unternehmens, und der Zugriff kann ausfallen, wenn das Netzwerk nicht funktioniert oder ein Konto verloren geht. Der Name macht diesen Irrtum verständlich.
Wo es vorkommt
Cloud-Dienste werden genutzt, wenn eine Gruppe Dokumente bearbeitet, Fotos gesichert werden oder ein Spiel auf einem anderen Gerät weitergeht. Auch beim Streaming kommen Inhalte von den Computern eines Anbieters, statt dass jeder Film auf deinem Gerät gespeichert wird. Das ist praktisch, braucht aber eine Verbindung und einen vertrauenswürdigen Anbieter.
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