Softwaretests und Fehlersuche — Technik, 14–17 Jahre
Wie Programmierer Fehler finden und prüfen, ob ein Programm wie vorgesehen funktioniert. Technik, 14–17 Jahre.
Ein Programm muss geprüft werden
Ein Programm kann laufen, ohne abzustürzen, und trotzdem ein falsches Ergebnis liefern. Beim Testen probiert man geplante Beispiele aus, auch schwierige, und vergleicht das Ergebnis mit dem erwarteten. Beim Debuggen sucht man die Ursache eines Fehlers und ändert den Code.
Warum überhaupt testen?
Menschen schreiben Anweisungen, verstehen Anforderungen aber manchmal falsch und übersehen ungewöhnliche Fälle. Ein kleiner Fehler in einem Zahlungssystem, Fahrplan oder medizinischen System kann viele Menschen betreffen. Tests beweisen nicht, dass jede Eingabe sicher ist; sie liefern früh Hinweise und zeigen, wo man suchen muss.
Ein Grenzfall
Nehmen wir an, ein Programm bietet ab 30 € kostenlose Lieferung an. Teste zuerst 20 €: Die Lieferung muss kostenpflichtig sein. Dann teste 30 €: Sie muss kostenlos sein. Teste zuletzt 30,01 € und 29,99 €. Wenn 30 € berechnet werden, ist der Vergleich oder die Regel falsch programmiert.
Der einfache Fall reicht nicht
Es ist naheliegend, nur den normalen Ablauf zu testen: ein gültiges Passwort, einen vollen Warenkorb und eine gute Verbindung. Das wirkt überzeugend, weil wir die App so benutzen wollen. Fehler verstecken sich aber oft in leeren Feldern, sehr großen Zahlen, wiederholten Klicks oder einer verlorenen Verbindung. Auch das muss man gezielt testen.
Wo es vorkommt
Tests werden für Spiele, Websites, Fahrplan-Apps, Banken und Geräte wie Flugzeugsteuerungen eingesetzt. Ein Team kann bei jeder Codeänderung automatische Tests ausführen und Menschen danach realistische Abläufe ausprobieren lassen. Das senkt Risiken, ersetzt aber weder sorgfältiges Design noch Verantwortung.
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