Wie Programmiersprachen ausführbar werden — Technik, 14–17 Jahre
Menschen schreiben Anweisungen in Sprachen, die für Menschen gedacht sind, Prozessoren brauchen aber einfachere Anweisungen. Compiler und Interpreter verbinden diese beiden Welten.
Idee
Eine Programmiersprache ermöglicht es, einen Ablauf mit Wörtern, Symbolen und Regeln zu beschreiben, die einfacher als Maschinencode sind. Ein Compiler übersetzt das ganze Programm vor dem Start; ein Interpreter liest und führt Anweisungen während des Starts aus. Beide erhalten die geplanten Schritte.
Warum
Das Problem war, dass frühe Programmierende lange Folgen winziger Prozessoranweisungen schreiben mussten. Das war langsam und leicht falsch zu lesen. Sprachen wie Fortran und später Python erlaubten Ausdrücke, die Mathematik oder Alltagslogik näherstanden. Die Übersetzung macht Programme leichter erstellbar, teilbar und veränderbar.
Beispiel Schritt für Schritt
Angenommen, ein Programm sagt: total = 3 + 4, dann gib total aus. Zuerst erkennt die Sprache Namen, Zahlen und das Pluszeichen. Danach verwandelt ein Compiler die Addition und Ausgabe in Prozessoranweisungen. Beim Start berechnet das Programm 7 und sendet 7 an den Bildschirm.
Stolperfalle
Es ist verständlich, den Computer so zu behandeln, als verstünde er den Sinn eines Satzes. Er errät die Absicht nicht: Rechtschreibung, Zeichensetzung und Datentyp müssen den Sprachregeln entsprechen. Ein Mensch erkennt einen Tippfehler; der Übersetzer kann stoppen oder etwas anderes ausführen.
Anwendung
Dieselbe Idee findet sich in Websites, Spielen, wissenschaftlichen Modellen und Handy-Apps. Entwickelnde wählen eine Sprache nach ihren Stärken: JavaScript kann eine Webseite reagieren lassen, Python Daten analysieren und C Geräte besonders direkt steuern. Im Hintergrund braucht der Prozessor trotzdem eine Übersetzung.
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