Sozialer Einfluss — Soziologie, 11–13 Jahre
Wie Menschen in unserer Umgebung verändern können, was wir denken, sagen oder tun, ohne uns einen formellen Befehl zu geben.
Was sozialer Einfluss ist
Sozialer Einfluss bedeutet, dass andere Menschen unsere Entscheidungen, Meinungen oder Handlungen mitprägen können. Das kann durch einen Rat, das Beispiel einer Gruppe, Lob, Schweigen oder Druck geschehen. Wir entscheiden weiterhin selbst, aber die soziale Situation kann manche Entscheidungen leichter machen als andere.
Warum untersucht man ihn?
Man stellte fest, dass sich dieselbe Person allein und mit Freunden unterschiedlich verhalten kann. Soziologinnen und Soziologen untersuchen Einfluss, um zu verstehen, wie sich Entscheidungen in Gruppen verbreiten und warum Zustimmung manchmal sicherer wirkt als Anderssein. So können wir eigene Gründe von der Wirkung der Situation unterscheiden.
Ein Beispiel Schritt für Schritt
Eine Klasse mit 20 Schülerinnen und Schülern wählt ein Hilfsprojekt. Zuerst sind 7 für das Pflanzen von Bäumen. Nachdem 8 Mitschülerinnen und Mitschüler ihre Idee erklärt haben, kommen 6 dazu: Nun sind 13 dafür. Das beweist keinen Zwang, sondern zeigt, wie ein Gespräch und eine sichtbare Gruppe eine Entscheidung beeinflussen können.
Der häufige Irrtum
Ein häufiger Irrtum ist, dass Einfluss immer Manipulation bedeutet oder eine Person dann keine eigene Wahl mehr hat. Das ist verständlich, weil Druck stark und unfair sein kann. Einfluss kann aber auch bedeuten, von einem Freund zu lernen, wegen neuer Belege die Meinung zu ändern oder freiwillig einem guten Beispiel zu folgen.
Wo es vorkommt
Sozialen Einfluss sieht man, wenn Freunde ein Spiel auswählen, ein Onlinevideo ein Produkt beliebt macht oder ein Team eine Trainingsweise übernimmt. Nicht jede Veränderung entsteht durch Einfluss: Menschen handeln auch aus persönlichen Gründen. Wer sowohl die soziale Situation als auch die Gründe der Person betrachtet, erklärt die Sache fairer.
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