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Macht und Autorität — Soziologie, 11–13 Jahre

Wie manche Menschen oder Organisationen bestimmen können, was andere tun, und warum dieser Einfluss akzeptiert oder hinterfragt wird.

Was Macht und Autorität sind

Macht ist die Fähigkeit, zu beeinflussen, was geschieht, auch wenn andere anders entscheiden würden. Autorität ist Macht, die als berechtigt gilt, etwa bei einer Schiedsrichterin, die die Regeln eines Spiels anwendet. Autorität darf hinterfragt werden; sie bedeutet weder beliebt noch körperlich am stärksten zu sein.

Warum untersucht man sie?

Jede Gruppe muss entscheiden, wer Entscheidungen treffen, Grenzen setzen oder gemeinsame Ressourcen kontrollieren darf. Soziologinnen und Soziologen untersuchen Macht, weil Entscheidungen manche stärker begünstigen können als andere, während Autorität Regeln gerecht oder selbstverständlich wirken lässt. Wer entscheidet, wer profitiert und wer widersprechen kann, sieht mehr als bei dem Satz: „Das ist eben die Regel.“

Ein Beispiel Schritt für Schritt

Ein Verein hat 120 € für einen Ausflug. Vier Mitglieder stimmen ab: Drei wählen ein Museum, eines einen Park. Danach bezahlt der gewählte Schatzmeister 80 € für Museumskarten und handelt damit gemäß seiner vereinbarten Aufgabe. Die Mehrheit nutzte Entscheidungsmacht, der Schatzmeister vom Verein verliehene Autorität; beides kann der Verein überprüfen.

Der häufige Irrtum

Ein häufiger Irrtum ist, dass nur ein grausamer Herrscher Macht besitzt. Das wirkt verständlich, weil Gewalt eine sichtbare Form von Macht ist. Macht kann aber auch aus Wissen, Geld, einer Position oder der Kontrolle von Informationen entstehen, und Autorität kann verantwortungsvoll oder missbräuchlich eingesetzt werden.

Wo sie vorkommen

Macht und Autorität gibt es im Klassenraum, in einer Sportmannschaft, bei einer Familienentscheidung, in einer Gemeinderatssitzung und auf einer Onlineplattform. Man kann fragen, ob eine Entscheidung aus einer vereinbarten Aufgabe, einer Drohung, der Kontrolle von Ressourcen oder gemeinsamer Beratung entsteht. So erkennt man unfairen Entscheidungen eher, ohne jede Führungsperson für unfair zu halten.

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