Zeichen vermitteln Botschaften — Soziologie, 4–6 Jahre
Bilder, Geräusche und Gesten können gemeinsame Bedeutungen haben. Soziologie, 4–6 Jahre.
Idee
Ein Zeichen weist auf eine Bedeutung hin, die Menschen verstehen können. Eine rote Ampel kann „Stopp“ bedeuten, ein Bild von einer Toilette zeigt den Weg, und Winken kann „Hallo“ heißen. Menschen lernen, wofür ein Zeichen steht.
Warum
Menschen mussten Nachrichten teilen, wenn sie nicht mit allen gleichzeitig sprechen konnten oder Worte nicht reichten. Zeichen machen Orte und Handlungen verständlicher, funktionieren aber nur, wenn eine Gruppe ihre Bedeutung kennt. Deshalb kann ein Zeichen an einem Ort klar und anderswo verwirrend sein.
Beispiel
Marta sieht ein blaues Schild mit einem weißen Dreieck und einer gehenden Person. Zuerst schaut sie auf das Bild. Dann erklärt ein Erwachsener, dass es einen Fußgängerüberweg anzeigt. Später sieht Marta dasselbe Schild an einer Straße und weiß, dass sie eine sichere Stelle zum Überqueren suchen soll; das Bild ist eine gemeinsame Nachricht geworden.
Ein häufiger Irrtum
Es ist verständlich zu glauben, ein Bild bedeute überall dasselbe. Ein erhobener Daumen kann in einer Gruppe Zustimmung zeigen, während eine andere Gruppe ihn anders verwendet; ein Zeichen kann Besuchern unbekannt sein. Die Bedeutung entsteht durch gemeinsames Verstehen, nicht nur durch Form oder Farbe.
Im Alltag
Zeichen helfen, eine Bushaltestelle zu finden, einen Aufzugknopf zu verstehen oder zu wissen, dass man einen Museumsgegenstand nicht berühren soll. Zu Hause kann eine durchgestrichene Glocke am Telefon den lautlosen Modus anzeigen. Bei einem unbekannten Zeichen frage nach, statt zu raten.
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