Medienbotschaften und Publikum — Soziologie, 7–10 Jahre
Eine Botschaft verändert sich, wenn jemand auswählt, was gezeigt wird, wie es gezeigt wird und wer es sehen soll. Das hilft uns, Medien aufmerksam zu lesen, statt jede Botschaft als Fenster zur ganzen Welt zu betrachten.
Botschaften werden gemacht
Eine Medienbotschaft ist nicht einfach eine Information, die von selbst erschienen ist. Jemand wählte Wörter, Bilder, Töne, Zeitpunkt und Ort der Veröffentlichung; daher zeigt jede Botschaft manches und lässt anderes weg.
Warum man Medien aufmerksam lesen muss
Menschen haben immer Geschichten geteilt, um zu informieren, zu unterhalten, zu überzeugen oder zu verkaufen; keine Geschichte kann jedoch alles enthalten. Wer eine Botschaft gemacht hat und was sie erreichen will, hilft uns, ihren Zweck zu erkennen und sie mit anderen Darstellungen zu vergleichen.
Dasselbe Ereignis, zwei Botschaften
Ein Schulfest hat zehn Stände und eine lange Schlange. Auf einem Plakat steht: „Zehn tolle Stände zum Entdecken!“ Eine Meldung über die Schlange sagt: „Die Besucher warteten zwanzig Minuten.“ Beides kann stimmen. Die erste Botschaft wählt die Vielfalt, die zweite die Wartezeit, weil sie verschiedene Ziele haben.
Die Falle: Sehen bedeutet Wissen
Ein Foto oder Video wirkt wie ein direkter Beweis, weil wir es mit eigenen Augen sehen. Es kann jedoch nur einen Moment, einen Blickwinkel oder eine sorgfältig ausgewählte Szene zeigen. Prüfe Datum, Quelle und fehlenden Zusammenhang, bevor du über das ganze Ereignis urteilst.
Wo das vorkommt
Diese Idee brauchst du beim Lesen einer Nachricht, Anschauen eines Videos, Auswählen eines Spiels oder Sehen einer Werbung. Achte auf Urheber, Zielgruppe und Zweck und frage dann, welche Belege dafür sprechen und was nicht gezeigt wird.
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