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Die Sunk-Cost-Falle — Psychologie, 11–13 Jahre

Bereits eingesetzte Zeit, Geld oder Mühe kommen nicht zurück, können uns aber trotzdem zum Weitermachen bewegen.

Was schon weg ist

Versunkene Kosten sind Zeit, Geld oder Mühe, die bereits eingesetzt wurden und nicht zurückkommen. Bei einer guten Entscheidung sollte man vor allem vergleichen, was ab jetzt passieren kann. Trotzdem behandelt unser Denken das Vergangene oft als Grund zum Weitermachen, selbst wenn Aufhören nun vernünftiger wäre.

Warum Weitermachen richtig wirken kann

Nach einem Einsatz aufzuhören kann sich anfühlen, als würde man einen Fehler zugeben. Weitermachen erhält die Hoffnung, dass Zeit oder Geld sich doch noch lohnen, und vermeidet das Gefühl von Verschwendung. Das Problem: Die Vergangenheit ändert sich nicht, wenn man weitere Mittel in dieselbe Wahl steckt.

Ein Film, den du nicht magst

Du bezahlst 8 € für einen Film und magst ihn nach 30 Minuten nicht. Möglichkeit eins: noch 90 Minuten schauen, weil du bezahlt hast. Möglichkeit zwei: gehen und die Zeit anders nutzen. Die 8 € sind in beiden Fällen weg; sinnvoll ist also der Vergleich der nächsten 90 Minuten. Gehen kann besser sein, auch wenn es verschwenderisch wirkt.

Die Falle: „Ich muss fertig werden“

Zu Ende zu bringen, was man angefangen hat, ist oft sinnvoll; deshalb klingt diese Regel vernünftig. Sie wird zur Falle, wenn die bisherige Mühe der einzige Grund zum Weitermachen ist und das künftige Ergebnis schlecht wäre. Frage dich: „Wenn ich noch nicht angefangen hätte, würde ich jetzt beginnen?“ Wenn nein, überdenke es ohne Schuldgefühle.

Wo das vorkommt

Diese Falle kann bei einem Buch, einem Spiel, einem langen Projekt oder einem Abo auftreten, das man nicht mehr nutzt. Auch Teams halten manchmal an einem scheiternden Plan fest, weil sie schon viel Arbeit hineingesteckt haben. Den nächsten Schritt zu prüfen, statt die Vergangenheit zu verteidigen, hilft beim nötigen Kurswechsel.

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