Die Gefühle anderer zu bemerken kann beim Helfen leiten — Psychologie, 4–6 Jahre
Wir können die Gefühle eines anderen Menschen nicht direkt sehen, aber Gesicht, Stimme, Körper und Worte geben Hinweise. Wir können diese Hinweise zum Helfen nutzen, sollten aber nachfragen, weil unsere Vermutung falsch sein kann.
Gefühle geben Hinweise
Gefühle können sich in einer leisen Stimme, einem angespannten Gesicht, langsamen Bewegungen oder Worten wie „Ich mache mir Sorgen“ zeigen. Diese Zeichen lassen uns keine Gedanken lesen, helfen aber zu überlegen, was die Person brauchen könnte.
Warum Bemerken hilft
Menschen leben und spielen zusammen, deshalb können Angst, Traurigkeit oder Müdigkeit eines Menschen beeinflussen, was als Nächstes geschieht. Hinweise zu bemerken hilft, statt ein Problem zu übersehen zu reagieren, und entstand aus dem Bedürfnis, füreinander zu sorgen.
Hilfe anbieten
Sam lässt seinen Turm fallen und wird still, während er auf den Boden schaut. Ana bemerkt sein Gesicht und sagt: „Du wirkst traurig. Möchtest du Hilfe oder eine Minute?“ Sam möchte Hilfe, also reicht sie ihm drei Bausteine. Sie nutzte einen Hinweis, prüfte ihre Vermutung und reagierte.
Ein Hinweis ist keine Gewissheit
Wir sehen vielleicht, dass jemand die Stirn runzelt, und denken: „Er ist wütend auf mich.“ Das ist eine verständliche schnelle Vermutung, denn Stirnrunzeln kann Wut bedeuten, aber auch Schmerz, Konzentration oder Müdigkeit. Vorsichtiges Nachfragen verhindert eine falsche Reaktion.
Im Alltag füreinander sorgen
Diese Idee hilft zu Hause, auf dem Spielplatz oder wenn wir ein Buch mit jemandem teilen. Wir können Platz machen, einen Erwachsenen holen, einen Wechsel anbieten oder einfach zuhören und daran denken, dass die andere Person sagen darf, welche Hilfe sie möchte.
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