Stress ist ein Alarm — Psychologie, 7–10 Jahre
Stress bereitet Körper und Gedanken auf etwas vor, das schwierig, riskant oder wichtig wirkt. Kurz kann er helfen, aber danach muss er auch wieder nachlassen.
Was Stress ist
Stress ist ein Alarmsystem und kein Zeichen von Schwäche. Das Herz kann schneller schlagen, Muskeln können sich anspannen und Gedanken rasen, weil der Körper sich auf Handeln vorbereitet. Der Alarm kann durch echte Gefahr, einen Test oder auch einen Sorgen-Gedanken entstehen.
Warum es den Alarm gibt
Früher konnte es helfen, Gefahr schnell zu bemerken, um zu fliehen oder andere zu schützen. Stress macht den Körper bereit, bevor Zeit zum gründlichen Nachdenken ist. Das Problem: Schul-Sorgen und vorgestellte Gefahren können denselben Alarm auslösen, obwohl Weglaufen nicht helfen würde.
Ein Stressmoment, Schritt für Schritt
Maya soll in der Klasse vorlesen. Zuerst stellt sie sich vor, dass alle einen Fehler bemerken, und ihr Alarm geht an. Dann schlägt ihr Herz schnell und ihre Hände werden warm. Sie atmet viermal langsam, schaut auf die erste Zeile und beginnt; der Alarm verschwindet nicht sofort, wird beim Handeln aber kleiner.
Die Falle: Stress ist nicht immer Gefahr
Ein häufiger Fehler ist zu denken, ein rasendes Herz beweise, dass etwas Schlimmes passiert. Das klingt logisch, weil der Körper bei Gefahr starke Signale benutzt. Die gleichen Signale können aber auch von Aufregung, einer schwierigen Aufgabe oder einem Zukunftsgedanken kommen. Prüfe zuerst, was wirklich geschieht.
Stress im echten Leben
Sportler, Musiker und Künstler fühlen oft Stress, bevor sie anfangen. Sie können sich aufwärmen, langsam atmen oder einen klaren ersten Schritt wählen, damit der Körper diese Energie nutzen kann. Zu Hause oder in der Schule ist es gut, mit einem vertrauten Erwachsenen zu sprechen, wenn Sorgen den Alarm anlassen, den Schlaf stören oder normale Aufgaben unmöglich machen.
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