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Was ist eine Entschuldigung? — Philosophie, 4–6 Jahre

Eine Entschuldigung ist mehr als ein Wort. Sie erkennt einen Schaden an, übernimmt Verantwortung und hilft, das Geschehene wiedergutzumachen.

Sagen, was schiefging

Eine Entschuldigung sagt: „Ich sehe, dass meine Handlung dich verletzt oder gestört hat, und ich nehme das ernst.“ Sie löscht das Geschehene nicht aus und zwingt den anderen nicht, sofort froh zu sein. Sie öffnet den Weg zur Wiedergutmachung und zu einer anderen Entscheidung.

Warum Wiedergutmachen zählt

Wenn jemand verletzt wird, geht es nicht nur um ein Gefühl: Auch Vertrauen und eine gemeinsame Tätigkeit können beschädigt sein. Entschuldigungen entstanden aus dem Bedürfnis, nach Fehlern weiter zusammenzuleben, statt so zu tun, als sei nichts passiert. Sie zeigen, dass Beziehung und Wirkung zählen.

Ein zerrissenes Bild reparieren

Leo nimmt Anas Bild und zerreißt es. Erst hält er an und sagt, was er getan hat: „Ich habe dein Bild zerrissen.“ Dann entschuldigt er sich, ohne hinzuzufügen: „Aber du hättest es teilen müssen.“ Er fragt, was helfen würde: Klebeband, ein neues Blatt oder Zeit. Danach bittet er anders.

Entschuldigung ist kein Zauberwort

Ein häufiger Fehler ist, „Entschuldigung“ nur zu sagen, damit ein unangenehmer Moment verschwindet, und danach dasselbe wieder zu tun. Das ist verständlich, weil dieses Wort oft sofort erwartet wird. Eine echte Entschuldigung hört auch zu, nimmt das Gefühl ernst und versucht, etwas wiedergutzumachen.

Nach kleinen Unfällen wiedergutmachen

Entschuldigungen helfen, wenn Wasser auf ein Bild läuft, man beim Spielen schreit oder jemanden anstößt. Sie unterscheiden einen Unfall davon, dass man ihn einfach ignoriert. Wiedergutmachen ist oft praktisch: den Tisch trocknen, den Turm aufbauen oder nachsehen, ob es der Person gut geht.

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