Puls und Metrum — Musik, 14–17 Jahre
Wie Musik die Zeit in Schläge, Betonungen und wiederkehrende Gruppen ordnet. Musik, 14–17 Jahre.
Was das Metrum leistet
Der Puls ist der gleichmäßige Grundschlag, den man mit dem Fuß markieren kann. Das Metrum fasst Schläge zusammen und betont manche stärker: Ein Walzer fühlt sich oft wie EINS-zwei-drei an. Der Rhythmus ist das Muster aus langen, kurzen und stummen Stellen auf diesem Puls.
Warum Schläge gruppieren
Musiker brauchten eine gemeinsame Art, zusammenzubleiben, besonders in Gruppen und ohne jede Bewegung nachzuahmen. Taktstriche und Taktangaben machen die wiederkehrende Struktur sichtbar. Es geht nicht nur ums Zählen: Betonungen zeigen, worauf eine Phrase zuläuft und wo Zuhörer eine Bewegung erwarten.
Beispiel: 3/4
Im 3/4 bedeutet die obere Zahl drei Schläge pro Takt, die untere, dass eine Viertelnote einen Schlag zählt. Zähle EINS-zwei-drei, EINS-zwei-drei. Eine Melodie aus Viertelnoten kann A auf Schlag 1, H auf 2 und C auf 3 setzen; der nächste Takt beginnt wieder stark.
Falle: Notation ist die Musik
Man könnte denken, eine Taktangabe schreibe vor, dass alle Schläge gleich sein müssen. Das ist verständlich, wenn man zuerst die Zeichen zählen lernt. Doch Musiker verschieben den Zeitpunkt leicht, betonen Synkopen und nutzen Stille; Notation ist eine Karte des Pulses, keine Aufnahme jedes Gefühls.
Wo es vorkommt
Metrum begegnet dir beim Tanzen, Klatschen, Programmieren einer Drum Machine oder Bearbeiten eines Loops. Ein Produzent kann die Bassdrum auf die Schläge 1 und 3 setzen und eine Hi-Hat dazwischen legen, um Energie zu erzeugen. Filmmusik verändert Puls oder Metrum, damit eine Szene unsicher wirkt.
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