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Musikalische Intervalle — Musik, 14–17 Jahre

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen. Diese Abstände zu hören und zu benennen hilft beim Singen, Stimmen, beim Bauen von Akkorden und beim Verstehen von Spannung und Ruhe.

Was ein Intervall ist

Ein Intervall vergleicht zwei Tonhöhen: ihren Abstand, nicht ihre Reihenfolge. C und das nächste E bilden eine Terz, weil C–D–E drei Notennamen umfasst. Das gilt für Töne, die zusammen oder nacheinander erklingen.

Warum Intervalle gebraucht werden

Musiker brauchten eine genaue Sprache für Melodien und die Abstände innerhalb von Akkorden, statt nur „hoch“ oder „tief“ zu sagen. Intervalle lösen dieses Problem: Man kann Musik damit lehren, abschreiben und untersuchen, auch ohne dass alle dasselbe Instrument oder dieselbe Aufnahme haben.

Ein Intervall zählen

Nimm die Töne A und das darüberliegende F. Zähle zuerst die Namen: A–H–C–D–E–F, also ist es eine Sexte. Dann zähle die Halbtonschritte: Im gleichstufigen System sind es neun. Das ist eine kleine Sexte, nicht einfach „sechs Töne Abstand“.

Der nachvollziehbare Fehler

Ein häufiger Fehler ist, nur die Lücken zwischen den Notennamen zu zählen. Dann wirkt C–E wie zwei Schritte, obwohl Musiker es eine Terz nennen, weil C und E mitgezählt werden. Der Irrtum ist verständlich: Im Alltag meint Abstand oft die Lücken zwischen zwei Gegenständen, nicht die Endpunkte.

Intervalle außerhalb der Theorie

Sänger nutzen Intervalle, um eine Melodie zu lernen, ohne jede Note aus einer Aufnahme zu kopieren. Instrumentenbauer und Stimmer vergleichen sie beim Einstellen von Saiten oder Tasten, und Audioprogramme können sie messen. Das Anfangsintervall hilft manchmal, ein Lied nach Gehör zu erkennen.

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