Tonleitern — Musik, 7–10 Jahre
Eine Tonleiter ist eine geordnete Folge von Tönen, die auf- oder abwärts geht und Melodien eine Reihe von Schritten gibt.
Idee
Eine Tonleiter ist eine musikalische Treppe. Man geht die Töne der Reihe nach hinauf oder hinunter, statt zufällig zu springen. Das bekannte do–re–mi–fa–sol–la–ti–do ist ein Beispiel; das letzte do hat denselben Namen wie das erste, klingt aber höher.
Warum
Melodien brauchen eine verlässliche Auswahl von Tönen, damit Musiker sie gemeinsam singen, spielen und behalten können. Tonleitern ordnen den Abstand zwischen einer tiefen und einer hohen Version eines Tons und geben Muster für Melodien vor. Verschiedene musikalische Traditionen entwickelten verschiedene Tonleitern, weil jede Kultur Tonhöhen auf nützliche Weise ordnete.
Beispiel Schritt für Schritt
Baue auf einer Tastatur eine C-Dur-Tonleiter. Beginne bei C und spiele die weißen Tasten der Reihe nach: C, D, E, F, G, A, H, C. Sprich die Namen beim Spielen mit. Das letzte C liegt eine Oktave über dem ersten; du erreichst also dieselbe Stufe in höherer Lage.
Häufige Falle
Man könnte leicht denken, eine Tonleiter bestehe einfach aus „allen Tönen“ oder jede Tonleiter müsse dieselben sieben Stufen haben. Das wirkt logisch, wenn weiße Klaviertasten das erste Beispiel sind. Tonleitern können aber unterschiedlich viele Töne und Abstände haben; sie sind geordnete Entscheidungen, keine allgemeine Schablone.
Wo es vorkommt
Tonleitern helfen, wenn ein Kind ein Lied auf dem Klavier, der Blockflöte, der Gitarre oder einem anderen Instrument lernt. Aufwärmübungen laufen oft eine Tonleiter hinauf und hinunter, um Finger und Stimme vorzubereiten. Auch Film- und Spielemusik wählt bestimmte Tonleitern für eine Klangwelt; eine Tonleiter allein bestimmt aber nicht jedes Gefühl.
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