MyLeoNes™

Musikalische Improvisation — Musik, 7–10 Jahre

Improvisieren bedeutet, Musik im Augenblick zu erfinden, statt jedes Detail vorher festzulegen. Es ist kein zufälliger Lärm: Man hört zu, trifft Entscheidungen und bleibt in einem vereinbarten musikalischen Rahmen.

Jetzt Musik machen

Beim Improvisieren erfindet eine musizierende Person Töne, Rhythmen oder Klänge, während die Musik entsteht. Die nächste Entscheidung kann auf das gerade Gespielte antworten, eine Idee wiederholen oder die Musik in eine neue Richtung führen. Zuhören ist genauso wichtig wie ein Ton.

Warum improvisieren?

Ein festgelegtes Stück kann nicht jeden musikalischen Einfall enthalten, der jemandem in einem bestimmten Moment kommt. Improvisieren ermöglicht eine direkte Antwort, während ein Beat, eine Tonleiter oder ein Akkord den Zusammenhang mit der Gruppe bewahrt.

Eine Antwort mit vier Schlägen

Klatsche einen gleichmäßigen Zyklus aus vier Schlägen und benutze nur C, D, E und G. Höre zuerst einer kurzen Idee einer anderen Person zu. Antworte in den nächsten vier Schlägen mit drei leisen und einem lauten Klatscher; ändere danach die Reihenfolge, aber behalte vier Schläge bei. So hast du eine Regel erfunden und verändert.

Die häufige Verwechslung

Manchmal denkt man, Improvisieren bedeute, den ersten Einfall möglichst laut zu spielen. Das ist verständlich, weil nichts vollständig aufgeschrieben ist, aber gute Improvisation braucht Zuhören, Zeitgefühl und Entscheidungen. Freiheit gelingt am besten, wenn sie anderen Musizierenden Raum lässt.

Improvisation außerhalb des Unterrichts

Jazzmusizierende improvisieren oft Solos; auch in Volksmusik, Rap, Beatboxing und bei Livekonzerten wird improvisiert. Ebenso kann man eine Melodie für ein Spiel erfinden oder mit Freunden spontan Musik machen. In jedem Fall entsteht der Klang als Antwort auf den Augenblick.

Weiter erkunden

Andere Sprachen

MyLeoNes™ wird geladen…