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Manipulierte Medien und Deepfakes — Medien, 11–13 Jahre

Bilder, Videos und Tonaufnahmen können so verändert werden, dass es aussieht, als habe jemand etwas gesagt oder getan, was nie passiert ist. Eine überzeugende Datei ist deshalb nicht automatisch ein wahrer Beleg.

Medien können echt aussehen, ohne echt zu sein

Mit Bearbeitungsprogrammen kann man ein Video schneiden, eine Stimme verändern, ein Gesicht verschieben oder ein Bild nach Anweisungen erzeugen. Ein Deepfake lässt eine Person scheinbar etwas sagen oder tun, was nicht passiert ist. Frage also nicht nur: „Sieht es echt aus?“, sondern auch: „Woher kommt es?“

Warum wird eine Aufnahme manipuliert?

Medien werden aus harmlosen Gründen bearbeitet, etwa für Witze, Filme oder Barrierefreiheit. Andere verändern sie, um Geld zu verdienen, jemanden bloßzustellen, Angst zu machen oder Überzeugungen zu beeinflussen. Weil digitale Dateien weit verbreitet werden können, bevor sie geprüft sind, sollte man kurz nachdenken.

Einen überraschenden Clip prüfen

Ein Clip zeigt scheinbar, wie ein berühmter Spieler einen Schiedsrichter beleidigt. Speichere zuerst den Link und nicht nur eine Bildschirmaufnahme. Suche den ursprünglichen Upload und eine längere Version, vergleiche Stimme und Mundbewegungen und prüfe zuverlässige Berichte. Bis dahin gilt der Clip als unbestätigt.

Realistisch bedeutet nicht wahr

Es ist vernünftig, den eigenen Augen und Ohren zu vertrauen: Im Alltag helfen sie meist beim Einschätzen. Bearbeitungsprogramme können kleine Details aber sehr gut nachahmen, und eine schlechte Verbindung kann ebenfalls seltsame Bewegungen oder Töne erzeugen. Verlass dich nicht auf ein einziges Zeichen, sondern prüfe auch Quelle und Zusammenhang.

Videos in Chats und Nachrichten

Ein dramatischer Clip kann in einem Gruppenchat, einer Gaming-Community oder einem Nachrichtenbeitrag auftauchen. Bevor du lachst, jemanden beschuldigst oder ihn teilst, prüfe das ursprüngliche Konto und ob andere zuverlässige Quellen die Szene bestätigen. Könnte er jemandem schaden, verbreite ihn nicht weiter, solange er unsicher ist.

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