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Erzählperspektive — Literatur, 11–13 Jahre

Achte darauf, wer eine Geschichte erzählt und wie diese Wahl unser Wissen verändert. Literatur, 11–13 Jahre.

Was die Erzählperspektive ist

Die Erzählperspektive ist die Position, aus der wir eine Geschichte erfahren. Ein Ich-Erzähler sagt „ich“ und zeigt die Erfahrung einer Figur; ein Er-Erzähler sagt „er“, „sie“ oder „sie“ und kann einen, mehrere oder kaum einen Gedanken zeigen.

Warum eine Perspektive gewählt wird

Eine Geschichte kann nicht gleichzeitig die Gedanken aller Menschen zeigen, deshalb muss der Autor entscheiden, was die Lesenden wissen dürfen. Das löst ein Fokusproblem: Eine begrenzte Perspektive erzeugt Überraschung, eine weitere hilft beim Vergleichen von Figuren.

Eine kleine Änderung der Perspektive

Stell dir dasselbe Ereignis vor: In der Küche zerbricht ein Glas. Anas Ich-Erzählung könnte lauten: „Ich erstarrte, weil ich den Ball versteckt hatte.“ Ein Nachbar könnte schreiben: „Ana starrte auf den Boden“, ohne den Grund zu kennen. Das Ereignis bleibt gleich, die Information ändert sich.

Der Erzähler ist nicht immer der Autor

Es ist verständlich, einem Erzähler zu vertrauen, weil die Geschichte durch seine Stimme spricht. Doch ein Erzähler ist eine erfundene Figur oder Stimme, nicht automatisch der Autor, und kann Ereignisse falsch verstehen, Tatsachen verschweigen oder nur seine Sicht erzählen. Frage, was er nicht wissen kann.

Perspektiven außerhalb von Geschichten

Dasselbe Ereignis kann in einem Tagebuch, einem Bericht und einer Nachricht verschieden wirken, weil jede Quelle einen Standpunkt und einen Zweck hat. Beim Vergleichen erkennst du fehlende Informationen und unterscheidest Gesehenes von Vermutetem.

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