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Bildsprache und Metaphern — Literatur, 14–17 Jahre

Literarische Bilder lassen uns eine Idee über die Sinne spüren. Eine Metapher ist keine Verzierung: Sie verbindet Verschiedenes, damit eine Eigenschaft sichtbar wird, die gewöhnliche Wörter verbergen könnten.

Wie Bildsprache Bedeutung schafft

Bildsprache benutzt Wörter, damit wir etwas sehen, hören, schmecken, riechen oder fühlen. Eine Metapher geht weiter und behandelt eine Sache wie eine andere, etwa wenn Sorge als Last bezeichnet wird. Der Vergleich ist nicht wörtlich wahr; wir untersuchen, was uns die geliehene Eigenschaft erkennen lässt.

Warum Schriftsteller Metaphern verwenden

Direkte Aussagen können eine Idee benennen, zeigen aber vielleicht nicht ihre Beschaffenheit oder emotionale Kraft. Metaphern entstanden aus dem Bedürfnis, abstrakte Erfahrungen greifbar und einprägsam zu machen. Außerdem erlauben sie mehrere Bedeutungen zugleich, statt ein einziges Etikett aufzuzwingen.

Beispiel: ein Sturm

Stell dir den Satz vor: Der Sturm schlug mit der Faust auf den Hafen. 1: Ein Sturm kann nicht wirklich eine Faust haben, also liegt eine Personifikation vor. 2: Ein Faustschlag deutet auf plötzliche Kraft und Gewalt. 3: Der Hafen wirkt angegriffen, nicht bloß nass, und die Gefahr wird unmittelbarer.

Falle: Ein Bild hat nur eine Antwort

Es ist verständlich, nach der verborgenen Antwort zu suchen, weil Schulfragen oft nach der Bedeutung eines Stilmittels fragen. Doch ein Bild kann mehrere verwandte Wirkungen haben, keinen einzigen Geheimcode. Beginne mit den benachbarten Wörtern und belege die stärkste Bedeutung; nenne eine zweite Möglichkeit, wenn der Text sie trägt.

Wo Bildsprache vorkommt

Bildsprache begegnet dir in Liedern, Filmkritiken, Reden, Werbung und Alltagsgesprächen. Eine Idee als Brücke oder einen Plan als Haus zu bezeichnen, verändert unsere Vorstellung davon. Wer das Bild erkennt, kann fragen, welche Haltung es fördert und was es ausblendet.

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