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Erfundene und echte Geschichten — Literatur, 4–6 Jahre

Manche Geschichten entstehen aus der Fantasie, andere handeln von Menschen, Orten oder Ereignissen, die es wirklich gibt oder gab. Der Unterschied hilft beim genauen Zuhören, ohne die Freude am Erfinden zu nehmen.

Echt oder erfunden?

In einer erfundenen Geschichte kann ein Fuchs sprechen, ein Haus fliegen oder der Mond aus Käse sein. Eine echte Geschichte erzählt von etwas, das es gibt oder gegeben hat, auch wenn sie lebendig erzählt wird. Beide können uns etwas über Menschen und die Welt zeigen.

Warum unterscheiden?

Menschen erzählen seit jeher erfundene Geschichten, um Wünsche, Ängste und unmögliche Ideen zu erkunden. Sie erzählen auch echte Geschichten, um sich an Geschehenes zu erinnern und es zu erklären. Die Unterscheidung ist wichtig, wenn eine Einzelheit als Tatsache gelten soll.

Probiere es mit zwei Texten

Höre zuerst: „Ein Drache schlief unter der Brücke.“ Ein Drache unter einer Brücke ist ein Zeichen für Fantasie; ordne den Satz als erfunden ein. Dann höre: „Ein Rotkehlchen hat rote Federn an der Brust.“ Ein Vogelbuch oder eine Beobachtung kann das prüfen; ordne es als echt ein. Das Prüfen ist der wichtige Schritt.

Ein Bild ist kein Beweis

Ein Kind kann denken, dass ein Bild jede Geschichte echt macht, weil man auf Bildern etwas sehen kann. Doch eine Illustratorin oder ein Illustrator kann eine sprechende Katze oder ein Schloss in den Wolken zeichnen. Frage, ob man das Geschehen prüfen kann, nicht nur, ob das Bild klar aussieht.

Wo es hilft

Zu Hause kann eine Fantasiegeschichte zum Spielen einladen, während ein echter Hinweis sagt, wann die Bibliothek schließt. In einem Buch kann eine Geschichte über einen Bären erfunden sein, aber eine Seite über sein Futter lässt sich prüfen. So weißt du, wann du fantasieren und wann du nach Belegen fragen solltest.

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