Eine Figur kann sich verändern — Literatur, 4–6 Jahre
Achte darauf, wie eine Figur am Ende einer Geschichte anders ist. Literatur, 4–6 Jahre.
Idee
Eine Figur bleibt nicht unbedingt genau gleich. Nach den Ereignissen kann sie etwas lernen, anders handeln oder jemanden anders behandeln. Wir können sie am Anfang und am Ende vergleichen.
Warum
Menschen erzählen Geschichten, um zu zeigen, wie man aus Erlebnissen lernt. Veränderungen zu bemerken hilft, der Geschichte zu folgen, statt einzelne Ereignisse zu sammeln. So versteht man auch, warum ein Ende passend wirkt.
Beispiel
Am Anfang versteckt Lina ihr Bild, weil sie es nicht gut findet. Ihre Freundin möchte es sehen, und Lina zeigt es trotzdem. Am Ende hängt sie es an die Wand. Sie geht also vom Verstecken zum Teilen über.
Ein häufiger Irrtum
Leicht hält man jede neue Handlung für eine Veränderung der Figur. Das ist verständlich, denn Geschichten enthalten viele Handlungen. Suche nach einem bleibenden Unterschied, etwa einer neuen Entscheidung oder Fähigkeit, nicht nur nach einem Sprung oder Fehler.
Außerhalb der Schule
Veränderungen findest du in einem Bilderbuch, einem Puppenspiel oder einem Film. Du kannst auch dich selbst vorher und nachher vergleichen, etwa beim Schwimmenlernen, Schuhe-Binden oder Versorgen eines Tieres. Die Frage lautet: Was ist jetzt anders?
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