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1383–85: eine Zeit der Revolution — Geschichte, 11–13

Wie der Tod eines Königs ohne direkten Erben zu einer tiefen Krise führte – und zu einer neuen Dynastie.

Eine Krone ohne klaren Erben

1383 stirbt König Ferdinand, ohne einen Sohn als Nachfolger zu hinterlassen. Seine einzige Erbin ist seine Tochter, verheiratet mit dem König von Kastilien – was Portugals Unabhängigkeit bedroht, da es die beiden Kronen unter einem kastilischen König vereinen könnte. Diese Nachfolgekrise leitet zwei Jahre großer politischer Instabilität ein.

Warum diese Krise entscheidend war

Es war nicht nur ein Streit zwischen Adligen um den Thron: Es war ein Moment, in dem entschieden wurde, ob Portugal unabhängig bleiben oder von Kastilien absorbiert werden würde. Wie diese Krise gelöst wurde – und von wem – veränderte grundlegend, wer das Land regierte und wie.

Ein Beispiel: der Weg nach Aljubarrota

Schritt 1: Ein Teil des Adels unterstützt die Königin von Kastilien; ein anderer Teil, zusammen mit den Städten und dem Volk, widersetzt sich der Union mit Kastilien. Schritt 2: Johann, Meister von Avis, tritt als Anführer dieser zweiten Gruppe hervor, unterstützt von Persönlichkeiten wie Nuno Álvares Pereira. Schritt 3: Die 1385 versammelten Cortes von Coimbra erkennen Johann als König an und begründen eine neue Dynastie. Schritt 4: Im selben Jahr besiegt das portugiesische Heer Kastilien in der Schlacht von Aljubarrota und bestätigt so mit Waffengewalt die politische Entscheidung der Cortes.

Die Falle: zu denken, es sei nur eine Schlacht gewesen

Es ist leicht, sich nur an Aljubarrota als „die Schlacht, die Portugal rettete" zu erinnern, aber die Schlacht war ein Moment einer politischen Krise, die 1383 begann und in der die Cortes von Coimbra Monate zuvor Johann gewählt hatten. Ohne die Legitimität, die die Cortes Johann als König verliehen, hätte der militärische Sieg allein nicht ausgereicht, um eine neue Dynastie zu gründen.

Wo man das heute noch sieht

Das Kloster von Batalha wurde zum Dank für den Sieg bei Aljubarrota erbaut und kann noch heute besichtigt werden. Die Vorstellung, dass ein Volk und seine Städte eine entscheidende Rolle spielen können – nicht nur der Adel –, wird noch heute in Erinnerung gerufen, wann immer diese Krise als Moment erzählt wird, in dem „das Volk" half, das Schicksal des Landes zu entscheiden.

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