Der Vergangenheit fehlen Teile — Geschichte, 4–6 Jahre
Nicht alles, was es früher gab, ist erhalten geblieben, und nicht jeder Mensch hinterließ Aufzeichnungen. Historiker nutzen die verbliebenen Hinweise und sagen ehrlich, was sie nicht wissen können.
Einige Teile fehlen
Die Vergangenheit war viel größer als die Hinweise, die erhalten blieben. Ein Holzspielzeug kann verrotten, Papier kann zerreißen und ein Mensch schreibt vielleicht nie etwas auf. Wir können aus dem Erhaltenen lernen, aber eine Lücke sagt nicht genau, was dort geschah.
Warum sagen: Ich weiß es nicht?
Geschichte ist kein Ratespiel, bei dem die selbstsicherste Antwort immer die beste ist. Wenn wir Unbekanntes nennen, trennen wir Fakten von Ideen. So kann ein neuer Hinweis das Bild später verändern, statt dass eine Vermutung wie eine Tatsache klingt.
Drei Hinweise und eine Lücke
Wir finden drei Fakten über ein altes Haus: Es hatte einen Kamin, einen Brunnen und einen kleinen Garten. Wir können sagen, dass dort gekocht, Wasser geholt und etwas angebaut wurde, weil die Hinweise das stützen. Wer dort lebte und was gegessen wurde, können wir nicht sagen, weil diese Hinweise fehlen.
Die Falle: jede Lücke füllen
Wenn ein Teil einer Geschichte fehlt, versucht unser Kopf ganz natürlich, ihn zu ergänzen. Das ist beim Erfinden einer Geschichte nützlich, aber in der Geschichte müssen Hinweis und Vermutung getrennt bleiben. Eine Möglichkeit vorzuschlagen ist sinnvoll, wenn wir sie auch als Möglichkeit bezeichnen.
Vorsichtig mit Familiengeschichten umgehen
Ein Verwandter erzählt vielleicht, dass ein Vorfahr in einem blauen Haus lebte und ein Pferd hatte. Man kann diese Einzelheiten als Familiengeschichte festhalten und dann fragen, ob ein Foto, ein Brief oder ein Dokument sie bestätigt. Wenn Geschichte und Belege zusammenbleiben, sieht man, was bekannt und was unsicher ist.
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