Wie der Buchdruck Ideen verbreitete — Geschichte, 7–10 Jahre
Der Buchdruck machte viele Kopien von Texten schneller und billiger möglich als das Abschreiben von Hand.
Idee
Vor dem Buchdruck musste ein Buch meist von Hand abgeschrieben werden, und eine weitere Kopie dauerte lange. Im 15. Jahrhundert half Johannes Gutenberg, eine Presse mit einzelnen Metallbuchstaben zu entwickeln, die man neu zusammensetzen konnte. So ließ sich dieselbe Seite oft drucken.
warum
Das Problem war nicht ein Mangel an Ideen, sondern ein Mangel an bezahlbaren Kopien. Eine kleine Gruppe von Schreibern konnte Bücher für wachsende Schulen, Kirchen und Geschäfte nicht schnell genug vervielfältigen. Bewegliche Lettern lösten das Problem, indem eine sorgfältig gesetzte Seite viele gleiche Kopien ergab.
Beispiel
Stell dir einen Drucker vor, der die Buchstaben einer kurzen Seite anordnet. Zuerst setzt er die Buchstaben in einen Rahmen und bestreicht sie mit Farbe. Dann drückt er Papier darauf und hebt es wieder ab. Wiederholt er das 100-mal, hat er 100 ähnliche Seiten, ohne jedes Wort von Hand abzuschreiben.
Falle
Ein häufiger Fehler ist zu sagen, Gutenberg habe die Schrift oder den allerersten Druck erfunden. Das ist verständlich, weil seine Presse sehr berühmt wurde. In China und anderswo gab es ältere Druckverfahren; Gutenbergs wichtige Neuerung war, wiederverwendbare Metalllettern in Europa besonders wirksam einzusetzen.
Nutzen
Der Buchdruck veränderte, wie viele Menschen Ideen kennenlernen konnten, weil Bücher, Flugblätter und andere Texte viel mehr Leser erreichten. Er half, Informationen zu verbreiten, konnte aber auch Fehler oder ungerechte Behauptungen weitertragen. Webseiten und soziale Medien funktionieren anders, stellen aber eine ähnliche Frage: Wie können viele Kopien verlässliche Ideen vermitteln?
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