Wie die Maya die Zeit maßen — Geschichte, 7–10
Die Maya verwendeten mehrere Kalender für Landwirtschaft, Zeremonien und die Aufzeichnung von Ereignissen. Ihre Systeme zeigen, dass Menschen in der Vergangenheit Zeit genau und einfallsreich ordnen konnten.
Mehrere Kalender für verschiedene Aufgaben
Die Maya nutzten nicht nur einen Kalender. Einer folgte einem Zyklus von 260 Tagen für Zeremonien, ein anderer dem Sonnenjahr mit 365 Tagen, und eine längere Zählung hielt Daten über viele Jahre fest.
Warum mehrere Kalender haben?
Verschiedene Aufgaben brauchen verschiedene Arten, Zeit zu messen. Bauern mussten die Jahreszeiten verfolgen, Priester brauchten Zeremonientermine, und Herrscher wollten wichtige Ereignisse festhalten; ein Kalender reichte dafür nicht.
Ein Maya-Jahr zählen
Im Maya-Kalender Haab hatten 18 Monate je 20 Tage: 18 × 20 = 360 Tage. Fünf zusätzliche Tage ergaben 365, fast so viel wie die Erde für einen Umlauf um die Sonne braucht; so konnte der Kalender den Jahreszeiten folgen.
Die Falle: ein einziger Maya-Kalender
Es ist leicht zu denken, jede Gesellschaft habe einen Kalender wie den an deiner Wand. Das wirkt sinnvoll, weil unser Kalender vieles erledigt, doch die Maya kombinierten verschiedene Zyklen, statt Zeremonien, Landwirtschaft und Geschichte in ein einziges System zu pressen.
Kalender ordnen unser Leben noch heute
Auch du verwendest verschiedene Zeitsysteme: Stundenplan, Geburtstagskalender und Uhr beantworten unterschiedliche Fragen. Wenn du sie vergleichst, machst du etwas Ähnliches wie die Maya: Du wählst das Maß, das zur Aufgabe passt.
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