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Höhenlinien — Geografie, 11–13 Jahre

Höhenlinien machen die echte Höhe des Geländes auf einer flachen Karte sichtbar. So kann man sich Hügel, Täler und steile Hänge vorstellen, ohne sie hinaufzugehen.

Eine Karte, die Höhen zeigt

Eine Höhenlinie verbindet Orte mit derselben Höhe über dem Meeresspiegel. Die Zahlen zeigen die Höhe, der Abstand der Linien die Steigung: Liegen die Linien eng beieinander, ist das Gelände steil; bei großen Abständen ist es flacher.

Warum unsichtbare Höhen einzeichnen?

Eine flache Karte kann einen Hügel nicht zeigen, indem sich das Papier hebt. Deshalb brauchten Vermesser eine einfache Möglichkeit, Höhen zu notieren und Wege, Straßen oder Gebäude zu planen. Höhenlinien machen aus vielen Messungen ein Muster, das man von oben lesen kann.

Einen Hügel lesen

Auf einer Karte sind Höhenlinien mit 100 m, 110 m, 120 m und 130 m eingezeichnet; der Höhenunterschied beträgt jeweils 10 m. Ein Weg überquert zuerst die 100-m-, dann die 110-m- und 120-m-Linie: Er steigt also 20 m. Werden die Linien enger, wird der Hang steiler.

Die Falle: Enge Linien bedeuten keine große Höhe

Man kann leicht denken, dass eng liegende Höhenlinien einen sehr hohen Ort bedeuten. Sie zeigen aber, wie schnell sich die Höhe auf kurzer Strecke ändert. Ein niedriger Hügel kann an seiner steilen Seite enge Linien haben, ein hohes Plateau dagegen weit auseinanderliegende.

Auf echtem Gelände planen

Wanderer nutzen Höhenlinien, um eine Strecke ohne besonders steilen Anstieg zu wählen. Ingenieure prüfen sie auch vor dem Bau einer Straße, Bahnlinie oder eines Stausees, weil die Steigung Sicherheit, Kosten und Wasserabfluss beeinflusst. Die Karte hilft bei der Planung, ersetzt aber nicht die Kontrolle vor Ort.

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