Choroplethenkarten — Geografie, 11–13
Wie eingefärbte Flächen Muster zeigen und warum die Zahlen vergleichbar sein müssen. Geografie, 11–13 Jahre.
Daten auf einer Karte einfärben
Eine Choroplethenkarte färbt ganze Gebiete nach einer Zahl ein, etwa nach Arbeitslosenquote oder Niederschlag. Helle und dunkle Farben zeigen schnell ein räumliches Muster. Die Farbe gehört zum Datenwert des Gebiets, nicht zu jeder Person oder jedem Gegenstand darin.
Warum eine verwenden?
Eine Tabelle kann Hunderte von Orten auflisten, zeigt aber nicht, wo benachbarte Werte ein Muster bilden. Choroplethenkarten wurden entwickelt, um Statistiken auf einen Blick mit Orten zu verbinden. Fair funktioniert der Vergleich nur mit Raten, Prozentwerten oder anderen Werten, die unterschiedliche Bevölkerungsgrößen berücksichtigen.
Beispiel: Busnutzung
In Ort A leben 2.000 Menschen, davon fahren 400 mit dem Bus: 400 ÷ 2.000 × 100 = 20 %. In Ort B leben 5.000 Menschen, davon fahren 700 mit: 700 ÷ 5.000 × 100 = 14 %. Eine Karte mit Gesamtzahlen würde B stärker färben, aber eine Prozentkarte zeigt richtig, dass A einen höheren Anteil hat.
Die Falle der großen Flächen
Man nimmt leicht an, dass das dunkelste oder größte Gebiet die meisten Menschen oder das schlimmste Problem hat. Große Flächen fallen auf, aber kleine Gebiete können viel mehr Einwohner haben. Lies zuerst Titel, Einheiten und Legende und prüfe, ob die Karte Gesamtzahlen oder eine Rate zeigt.
Wo es vorkommt
Medien nutzen Choroplethenkarten, um Wahlergebnisse, Gesundheitsraten oder Einkommensmuster zu zeigen. Einsatzplaner können Gebiete mit größerem Bedarf erkennen, Umweltbehörden Verschmutzung oder Niederschlag kartieren. Die Karte führt zu einer wichtigen Frage: Ist das Muster echt, oder entsteht es durch die Wahl der Gebiete und Farben?
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