Biome — Geografie, 14–17 Jahre
Ein Biom ist eine grosse Region mit einem typischen Klima sowie bestimmten Pflanzen und Tieren. Damit lassen sich Naturräume vergleichen, ohne jeden Ort als völlig unabhängig zu betrachten.
Idee
Ein Biom ist eine grosse Naturzone, deren Klima ähnliche Lebensbedingungen schafft. Tropischer Regenwald, Wüste, Tundra und gemässigter Wald sind Beispiele. Ein Biom ist weder nur eine Art noch nur ein Ökosystem, sondern ein Muster, das an vielen Orten mit ähnlicher Temperatur und Niederschlagsmenge vorkommt.
Warum
Eine Liste aller Pflanzen und Tiere der Welt würde das grössere Muster nicht zeigen. Das Konzept der Biome ordnet diese Vielfalt und erklärt, warum verschiedene Orte unterschiedliche Lebensformen tragen. Das Klima ist der wichtigste Ausgangspunkt; Böden, Höhe, Feuer und menschliche Nutzung erklären örtliche Unterschiede.
Durchgerechnetes Beispiel
Betrachte das Amazonasbecken. Dort ist es ganzjährig warm und es regnet häufig und stark, deshalb können Bäume hoch wachsen und immergrün bleiben. Mehrere Vegetationsschichten bieten vielen Arten Lebensräume. Sinkt die Niederschlagsmenge stark oder wird Wald gerodet, wird das typische Muster dieses Bioms gestört.
Häufiger Irrtum
Man kann leicht denken, ein Biom habe eine scharfe Grenze wie ein Land auf einer Karte. Tatsächlich verändern sich Temperatur und Niederschlag meist allmählich und bilden Übergangszonen. Auch die Landnutzung kann zwei nahe Orte mit gleichem Klima sehr unterschiedlich aussehen lassen.
Anwendung
Biome helfen bei der Naturschutzplanung, indem sie schützenswerte Lebensräume zeigen und Folgen veränderter Landnutzung vergleichbar machen. Auch für Landwirtschaft und Forschung sind sie nützlich, um Wachstumsbedingungen einzuschätzen. Die Bezeichnung ist eine Orientierung, keine Garantie: Flüsse, Böden und Menschen können einen Ort besonders machen.
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