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Die Wortbetonung — Fremdsprachen, 11–13

In einem längeren Wort fällt eine Silbe stärker auf als die anderen. Wenn du sie erkennst, verstehst du Wörter beim Zuhören besser und wirst selbst leichter verstanden.

Was Wortbetonung ist

Wenn du ein Wort aussprichst, klingen seine Silben nicht alle gleich stark. Eine bekommt meist mehr Nachdruck, einen klareren Vokal und manchmal eine etwas höhere Tonhöhe: Das ist die betonte Silbe. Im Englischen zeigen PHOtograph und phoTOGraphy, dass sich die Betonung verschieben kann.

Warum es wichtig ist

Die Betonung hilft beim Erkennen eines Wortes zwischen schwächeren Silben. Wenn du die falsche Silbe betonst, versteht man dich vielleicht trotzdem, muss aber länger suchen. Jede Sprache setzt die Betonung anders, deshalb sind Schreibweise und Erstsprache keine sichere Hilfe.

Probiere ein Wort aus

Nimm das englische Wort unhappy. Klatsche zuerst einmal für jede der drei Silben: un–hap–py. Sprich es normal und achte darauf, dass HAP hervortritt. Flüstere dann die beiden anderen Teile und sprich HAP wieder klar. Nimm „I’m unhappy“ auf und vergleiche es mit einer Wörterbuchaufnahme.

Die Falle

Es ist verständlich, jede Silbe gleich stark zu sprechen, weil beim sorgfältigen Lesen alle Buchstaben sichtbar sind. Gesprochene Sprache ist aber keine Reihe gleicher Blöcke: schwache Silben sind oft kürzer und leiser. Schreie die betonte Silbe nicht; sprich die anderen leichter.

Wo du es brauchst

Die Wortbetonung hilft dir bei einem neuen Namen, Ort oder Fachwort in einem Video, Spiel oder Gespräch. Auch bei Vorträgen zählt sie: Ein gut geformtes Wort ist leichter zu verfolgen als eines mit gleich stark gesprochenen Silben. Nutze die Audiofunktion eines Wörterbuchs und kopiere den Rhythmus, nicht nur die Buchstaben.

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