Mehr Macht bedeutet mehr Verantwortung — Ethik, 7–10 Jahre
Wer stärker, älter oder verantwortlich ist, muss besonders darauf achten, seinen Vorteil nicht unfair zu nutzen.
Was zusätzliche Verantwortung bedeutet
Macht bedeutet, mehr entscheiden, einen Raum kontrollieren oder beeinflussen zu können, was mit jemand anderem geschieht. Wer mehr Macht hat, sollte sie vorsichtig nutzen, Menschen mit weniger Macht zuhören und ihnen eine Entscheidung nicht nur deshalb aufzwingen, weil er es kann.
Warum das wichtig ist
Eine Person mit mehr Kraft, Alter, Wissen oder Autorität kann mit derselben Handlung größere Folgen auslösen. Diese Idee entstand aus dem Problem, dass „Ich darf das“ nicht immer bedeutet: „Es ist richtig, es zu tun.“ Mehr Macht sollte zu mehr Vorsicht führen, weil andere schwerer Nein sagen können.
Der Mannschaftskapitän
Nora ist die Kapitänin und bestimmt deshalb die Reihenfolge bei einem Staffellauf. Ihr schnellster Freund möchte den letzten Abschnitt laufen, aber ein neues Teammitglied hatte noch keinen Einsatz. Nora hört zu, erklärt den Plan und gibt dem neuen Mitglied eine faire Chance. Sie nutzt ihre Rolle zum Organisieren, nicht für alle Vorteile.
Die häufigste Falle
Ein verständlicher Fehler ist der Gedanke, Fairness bedeute für alle genau gleich viel Macht oder dieselbe Pflicht. Aber nicht alle können gleich leicht Nein sagen, Risiken verstehen oder sich von Schaden erholen. Eine faire Leitung muss der Person mit mehr Kontrolle vielleicht strengere Grenzen setzen.
Wo es vorkommt
Das zeigt sich, wenn ein Mannschaftskapitän die Reihenfolge bestimmt, ein älteres Kind ein Spiel leitet oder jemand ein gemeinsam genutztes Gerät kontrolliert. Auch bei der Pflege eines Tieres oder jüngeren Kindes gilt: Wer stärker ist oder mehr weiß, muss so entscheiden, dass die Person oder das Tier mit weniger Kontrolle geschützt wird.
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