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Freundlichkeit ist kein Tauschgeschäft — Ethik, 7–10 Jahre

Jemandem zu helfen ist freundlich, wenn damit nicht heimlich eine Belohnung gefordert wird.

Was Freundlichkeit bedeutet

Freundlichkeit bedeutet, die Not oder das Bedürfnis eines anderen Menschen zu bemerken und zu helfen, zu trösten oder Platz zu machen. Das ist kein geheimer Handel: Hilfe kauft nicht automatisch einen Gefallen, Lob oder das Recht, später alles zu bestimmen.

Warum das wichtig ist

Wenn jede Hilfe zu einem Handel wird, fühlen sich Menschen vielleicht verpflichtet, etwas zurückzugeben, oder helfen nur bei einem eigenen Vorteil. Freundlichkeit hilft beim Zusammenleben, ohne jede Beziehung in eine Schuldenliste zu verwandeln.

Helfen ohne Handel

Leo sieht, dass Mina sechs Stifte fallen gelassen hat. Er unterbricht seine Zeichnung, hebt sie auf und gibt sie ihr zurück. Er sagt nicht: „Jetzt musst du mich mit deinem besten Stift malen lassen.“ Mina kann sich bedanken, aber Leos Hilfe war auch ohne Gegenleistung freundlich.

Die häufigste Falle

Ein verständlicher Fehler ist der Gedanke, Freundlichkeit bedeute, immer Ja zu sagen oder etwas herzugeben, das man selbst braucht. Großzügigkeit und fehlende Grenzen werden leicht verwechselt. Echte Freundlichkeit kann auch bedeuten, höflich Nein zu sagen, anders zu helfen oder eine vertraute erwachsene Person um Hilfe zu bitten.

Wo es vorkommt

Diese Idee zeigt sich, wenn Freunde bei Hausaufgaben helfen, jemand auf einer Bank Platz macht oder ein Familienmitglied nach einem schweren Tag zuhört. Sie ist auch bei gemeinschaftlichen Projekten wichtig, bei denen man hilft, weil Menschen oder Orte zählen, nicht weil jede Hilfe einen Preis bekommt.

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