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Beurteile Menschen nicht nach Vorurteilen — Ethik, 7–10 Jahre

Ein Etikett kann den wirklichen Menschen verdecken. Faire Entscheidungen beginnen damit, dass wir jeden Menschen als Einzelnen kennenlernen, statt zu raten, was er kann oder mag.

Menschen sind mehr als Etiketten

Ein Vorurteil ist eine schnelle Vorstellung über eine ganze Gruppe, etwa dass nur Jungen Naturwissenschaften mögen. Menschen in einer Gruppe sind nicht alle gleich. Schau auf die Person und ihr Verhalten, nicht nur auf das Etikett.

Warum Etiketten uns in die Irre führen können

Unser Gehirn mag Abkürzungen, weil sie schnelle Entscheidungen ermöglichen. Doch aus wenigen Beispielen kann eine ungerechte Regel werden, die jemanden ausschließt, bevor wir ihn kennen. Wenn wir das prüfen, bekommt jeder eine faire Chance.

Eine fairere Wahl

Eine Gruppe soll aus Bausteinen eine Brücke bauen. Jemand sagt, Mia könne nicht leiten, weil sie still ist. Die Gruppe fragt, was jeder gern tut und kann. Mia hat schon Brücken gebaut, also leitet sie diesen Teil; Leo misst und Ana sammelt Bausteine.

Die verlockende Abkürzung

Man denkt leicht: Ich weiß, was Menschen mögen, denn das habe ich schon erlebt. Dieser Gedanke scheint nützlich, weil er Zeit spart, kann aber ein Muster mit einer Regel verwechseln. Halte inne und frage, welche Belege du für diese Person hast.

Wenn Teams Aufgaben verteilen

Das ist wichtig, wenn ein Team einen Kapitän, Sprecher oder jemanden für ein Werkzeug auswählt. Es hilft auch bei Werbung, Geschichten oder Witzen, die eine Gruppe nur auf eine Weise zeigen. Achte auf die Botschaft und beurteile Menschen nach dem, was sie wirklich sagen und tun.

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