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Ingenieuranforderungen — Ingenieurwesen, 14–17 Jahre

Vor dem Entwerfen verwandeln Ingenieurinnen und Ingenieure ein Bedürfnis in überprüfbare Aussagen. So wird aus einem vagen Wunsch kein enttäuschendes Produkt.

Vom Bedürfnis zum überprüfbaren Ziel

Eine Anforderung sagt, was ein Produkt leisten oder sein muss, ohne jedes Detail des Weges vorzuschreiben. „20 kg zehn Jahre lang im Freien tragen“ ist nützlich, weil sich beide Teile prüfen lassen. Ein Wunsch wie „mach es gut“ hilft beim Entwurf kaum.

Das Problem unklarer Wünsche

Projekte scheitern oft, weil verschiedene Menschen stillschweigend verschiedene Ergebnisse erwarten. Ein Kunde kann „leise“ meinen, während eine Entwicklerin „leiser als das alte Modell“ versteht. Anforderungen machen das Ziel sichtbar, bevor Zeit und Material verbraucht werden, und geben Tests eine klare Frage.

Eine Anforderung formulieren

Ein Team entwickelt eine Fahrradhalterung für ein Handy. Zuerst schreibt es das Bedürfnis auf: Die fahrende Person muss die Karte sehen, ohne das Handy zu halten. Dann folgen Prüfziele: 65–80 mm breite Handys müssen passen, 30 Minuten holprige Straße müssen überstanden werden, und der Bildschirm muss sichtbar bleiben. Nun lässt sich jedes Ziel testen.

Die Falle: die Lösung beschreiben

Es liegt nahe zu schreiben: „Das Produkt muss Aluminium und drei Schrauben verwenden.“ Damit kann man eine bessere Idee ausschließen, bevor man sie prüft. Material und Schraubenzahl sind meist Entwurfsentscheidungen, nicht das eigentliche Bedürfnis. Erst ein echter Grund, etwa Korrosion oder eine Norm, macht sie zur Anforderung.

Wo Anforderungen wichtig sind

Anforderungen werden bei Brücken, medizinischen Geräten, Apps und sogar Schulrobotern verwendet. Ein Gerät im Krankenhaus muss vielleicht nach vielen Reinigungen noch funktionieren; eine App muss vielleicht innerhalb von zwei Sekunden antworten. Die Anforderung verbindet jeweils das Bedürfnis mit Belegen, dass der Entwurf es erfüllt.

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