Zinsen und Leihen — Wirtschaft, 11–13 Jahre
Zinsen sind zusätzliches Geld, das man für geliehenes Geld zahlt oder für verliehenes Geld erhält.
Der Preis der Zeit
Leihen ermöglicht, Geld jetzt zu verwenden und später zurückzuzahlen. Zinsen sind der zusätzliche Betrag für das Warten und für das Risiko, dass die Rückzahlung ausbleibt. Sparen ist die andere Seite: Man überlässt einer Organisation Geld und kann dafür Zinsen erhalten.
Warum Zinsen verlangen?
Wer Geld verleiht, kann es während der Leihzeit nicht anders verwenden und bekommt es vielleicht nicht zurück. Zinsen entstanden aus diesem Problem, Geld über die Zeit zu verteilen: Sie belohnen den Verleiher und helfen beim Vergleichen. Ein klarer Zinssatz zeigt auch, wie teuer ein Kredit werden kann.
Ein einfacher Kredit
Du leihst 100 Euro für ein Jahr zu 5 Prozent einfachen Zinsen. Zuerst berechnest du 5 Prozent von 100: 0,05 mal 100 sind 5 Euro. Addiere die Zinsen zu den ursprünglichen 100 Euro: Du zahlst 105 Euro zurück. Zinssatz und Laufzeit sind beide wichtig.
Der kleine Prozentsatz
Ein Zinssatz von 5 Prozent kann klein wirken, besonders wenn er pro Woche oder Monat genannt wird. Doch Zinsen beziehen sich auf den geliehenen Betrag, und eine längere Laufzeit kann weitere Kosten bringen; manche Kredite haben Gebühren oder Zinseszinsen. Prüfe die Gesamtsumme, nicht nur den Zinssatz.
Kredite im Alltag
Banken verleihen Geld für eine Wohnung, Ausbildung oder ein Unternehmen; kleinere Kredite dienen dem Einkauf. Manche Geschäfte bieten „später zahlen“ an, doch die Gesamtsumme kann Zinsen oder Gebühren enthalten. Beim Sparen vergleicht man den Ertrag damit, wie lange das Geld angelegt bleibt.
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