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Knappheit und Opportunitätskosten — Wirtschaft, 14–17 Jahre

Jede Entscheidung nutzt Ressourcen, die auch anders eingesetzt werden könnten. Die Opportunitätskosten vergleichen unsere Wahl mit der besten aufgegebenen Möglichkeit.

Die Wahl hinter jeder Entscheidung

Zeit, Geld, Land und Fachkräfte sind begrenzt, während unsere Wünsche weiter wachsen können. Knappheit bedeutet nicht, dass etwas immer selten ist, sondern dass dieselbe Ressource nicht für alle Zwecke verwendet werden kann. Opportunitätskosten sind die beste Möglichkeit, auf die wir verzichten.

Warum den nicht gewählten Weg vergleichen?

Menschen und Regierungen mussten oft entscheiden, wie zu wenig Zeit, Nahrung oder Geld für zu viele Ziele reichen soll. „Das kostet 20 Euro“ zeigt nicht, was man dafür sonst hätte kaufen können. Ökonomen entwickelten den Begriff, um dieses aufgegebene Ergebnis sichtbar zu machen, nicht nur den Preis.

Eine Entscheidung am Samstag

Du hast 30 € und kaufst ein Konzertticket für 30 €. Die beste Alternative waren ein Buch für 18 € und ein Essen für 12 €, zusammen 30 €. Deine Opportunitätskosten sind nicht automatisch alle möglichen Käufe, sondern diese beste Möglichkeit, auf die du verzichtet hast.

Die Falle: alles mitzuzählen

Ein häufiger Fehler ist, jede verpasste Möglichkeit als Opportunitätskosten zu bezeichnen. Das wirkt verständlich, weil jede Wahl mehrere Türen schließt; gemeint ist aber nur die beste realistische Alternative. Wer arbeitet statt zu lernen, gibt nützliche Lernzeit auf, nicht jede denkbare Tätigkeit.

Wo es hilft

Eine Schülerin nutzt die Idee, wenn sie zwischen Lernen, bezahlter Arbeit, Erholung und Freunden wählen muss. Eine Stadt nutzt sie bei der Wahl zwischen einer Busspur, einem Park und Wohnungen auf demselben Grundstück. Sie macht Zielkonflikte klar, entscheidet aber nicht, welcher Wert wichtiger ist.

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